Lewis Hamilton schaltet in Angriffsmodus: "Ich will diese WM noch gewinnen!"

The Formula One Grand Prix in Spielberg, Austria.
Auf den Erfolg fokussiert: Mercedes-Star Lewis Hamilton
Splash News

Einmal schütteln und nach vorne blicken: Lewis Hamilton hielt sich nicht lange mit der Aufarbeitung seines 4. Platzes beim Formel-1-GP in Österreich auf. Schon wenige Stunden später trainierte er in Monaco schon wieder im heimischen Fitness-Studio - und schaltete vor seinem Heimspiel am kommenden Wochenende in Silverstone in den Angriffsmodus.

"Ich hatte schon andere schwierige Jahre"

"Ich will diese WM noch gewinnen!", sagte der Mercedes-Star selbstbewusst. Die 20 Punkte Rückstand auf WM-Leader Sebastian Vettel lassen ihn nach eigenen Angaben kalt. "Ich hatte schon andere schwierige Jahre", meinte der 32-Jährige lapidar. "Das ist eine Möglichkeit, um zu wachsen." Zwar sehe es gerade nicht gut aus, gibt Hamilton zu, aber "alles kann sich in einem Rennen drehen".

Kaum jemand weiß das besser als er. Selbst verspielte er schon scheinbar sichere Polster und holte ebenso Rückstände auf. "Es ist wichtig zu verstehen, dass man geduldig sein muss", schlug Hamilton schon vor seiner Abreise aus Spielberg ungewöhnlich ruhige Töne an. Kurz nach dem Rennen hatte er sich in Interviews noch anders geäußert und sich maßlos über das verpasste Podium geärgert.

Intensiver Fight mit Vettel - Hamilton: "Ich liebe es"

​Das WM-Duell mit Vettel, der in Österreich auf Platz 2 fuhr, verlangt Hamilton alles ab. "Das ist ein intensiver Fight, den ich liebe, den das Team liebt", sagte der dreimalige Champion Hamilton. Sein Abschneiden auf dem Red-Bull-Ring wertete er am Ende sogar als "gelungenes Rennen".

"20 Punkte Rückstand sind nicht toll, aber es könnten auch 30 oder 40 sein", sagte Hamilton. Nach dem verbotenen Getriebewechsel vor dem Wochenende, der Hamilton eine Strafversetzung um fünf Startplätze und damit nur Position 8 im Grid einbrockte, sei der 4. Platz Schadensbegrenzung gewesen. Hamilton weiß aber auch: "Je größer der Abstand wird, desto höher wird der Druck."

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Titel-Konkurrent im eigenen Team

Dass er damit umgehen kann, hat der Brite schon oft bewiesen, auch wenn er sich im vergangenen Jahr Teamkollege Nico Rosberg im Titelkampf geschlagen geben musste. Dass nun in Valtteri Bottas erneut der Stallrivale in den WM-Kampf eingreift, überrascht ihn nicht. "Valtteri hat einen fantastischen Job gemacht", lobte Hamilton den Finnen: " Er hat diesen Sieg verdient. Es gab für mich in dieser Saison nie einen Punkt, an dem er nicht voll im WM-Kampf war."

Nach neun von 20 Saisonläufen hat Bottas nur noch 15 WM-Punkte Rückstand auf Hamilton. Auf seinem Heimkurs in Silverstone, beim "wichtigsten Rennen des Jahres", wie er sagt, will der britische Superstar jedoch unbedingt kontern: "Ich glaube einfach daran, dass es auch mal wieder für mich läuft."