Ein Sieg mit Makel

Lewis Hamilton knöpft sich Formel-1-Bosse vor

23. Juni 2019 - 22:17 Uhr

Hamilton mit Generalabrechnung

Ein Sieg, der Sieger Lewis Hamilton nachdenklich macht: Nach seinem Start-Ziel-Sieg beim Großen Preis von Frankreich verging dem fünfmaligen Weltmeister die Feierlaune recht schnell. Der Mercedes-Pilot nutzte das weitgehend ereignislose Rennen auf dem Circuit Paul Ricard zu einer Generalabrechnung mit den F1-Bossen.

Fahrer werden nicht gefragt

"Wenn man sagt, es ist langweilig, verstehe ich das. Aber zeigt nicht mit dem Finger auf die Fahrer, wir schreiben die Regeln nicht und haben mit der Geldverteilung und diesen ganzen Dingen nicht zu tun", wetterte der Brite mit Blick auf Funktionäre und Vermarkter.

"Wir sollten die Leute an der Spitze unter Druck setzen, die sollten ihren Job anständig machen", so Hamilton. Seit Jahren würden falsche Entscheidungen getroffen. Warum? Niemand höre auf die Meinung der Fahrer, beklagt der 34-Jährige. "Sie treffen Entscheidungen, aber hatten bisher nie eine Rückmeldung von einem Fahrer in ihren Konferenzräumen."

Kritik an Pirelli

Als Beispiel nannte Hamilton die Reifen von Hersteller Pirelli. Und wurde sehr deutlich. "Ich weiß nicht, wer die Zielvorgabe für diese Reifen geschrieben hat, aber er hat noch nie mit einem Fahrer gesprochen." Es sei an der Zeit, dass "wir Fahrer bei den Gesprächen über die Regeln dabei sein sollten". Klare  Worte vom Silberpfeil.

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