1. Bundesliga - 5. Spieltag

Lewandowski schießt Eintracht Frankfurt ab - Leipzig verteidigt Spitze

Bundesliga: FC Bayern - Eintracht Frankfurt
© Bernd Feil/M.i.S./Pool, Bernd Feil

24. Oktober 2020 - 17:41 Uhr

Leipzig und Gladbach mit kleinen Problemen

Der FC Bayern hat am 5. Spieltag der 1. Bundesliga seine Heimaufgabe gegen Eintracht Frankfurt mit einem 5:0-Sieg souverän gelöst. Damit hielt der deutsche Meister Anschluss zu Tabellenführer RB Leipzig, der sein Heimspiel gegen Hertha BSC 2:1 gewann. Champions-League-Teilnehmer Mönchengladbach tat sich trotz eines 3:2-Sieges in Mainz sehr schwer.

5. Spieltag der 1. Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle

FC Bayern - Eintracht Frankfurt 5:0 (2:0)

Tore: 1:0 Lewandowski (10.), 2:0 Lewandowski (26.), 3:0 Lewandowski (61.), 4:0 Sané (72.), 5:0 Musiala (90.)

Drei Tage nach der 4:0-Gala gegen Atletico Madrid in der Champions League hat der FC Bayern auch in der Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem Doppelpack – einmal mit dem Fuß und einmal per Kopf – brachte Torjäger Robert Lewandowski die Münchner in der ersten Halbzeit in Führung. Nach der Pause machten die Bayern da weiter, wo sie aufgehört haben: mit dem Zaubern. In der 61. Minute tauchte Lewandowski frei vor dem Tor von Eintracht-Keeper Kevin Trapp auf und erhöhte mit seinem zehnten Tor im fünften Bundesliga-Spiel auf 3:0. Rekord!

Offensivmann Leroy Sané konnte sein Comeback nach der Verletzungspause mit einem Traumtor feiern: In Robben-Manier versenkte der 24-Jährige den Ball aus der Distanz ins lange Eck. In der 82. Minute durften sich die Frankfurter nach einem Missverständnis von FCB-Debütant Bouna Sarr und Keeper Manuel Neuer Hoffnung auf einen Ehrentreffer machen, doch Neuer rettete in letzter Sekunde. Kurz vor dem Schlusspfiff erhöhte Jamal Musiala noch frech zum 5:0.

Wermutstropfen für das starke Team von Hansi Flick: Nach wenigen Sekunden verletzte sich Abwehr-Youngster Alphonso Davies ohne gegnerische Einwirkung und musste in der zweiten Minute vom Platz. Das sah gar nicht gut aus!

RB Leipzig - Hertha BSC 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Cordoba (8.), 1:1 Upamecano (11.), 2:1 Sabitzer (77./FE)

Ganz mieser Tag für Herthas Deyovaisio Zeefuik. Der Abwehrmann wurde zur 2. Hälfte eingewechselt und musste nach fünf Minuten auch schon wieder runter. Gelb-Rot, Berlin in Unterzahl! In der ersten Hälfte war Hertha durch einen blitzsauber vorgetragenen Konter in Führung gegangen (Jhon Cordoba vollendete), Leipzig-Verteidiger Dayot Upamecano traf zum Ausgleich, nachdem die Hertha den Ball nach einem RB-Freistoß nicht aus dem Strafraum bekommen hatte. Leipzig bis zur Pause am Drücker, aber ohne weiteren Treffer.

Nach dem Platzverweis igelte sich die Hertha nicht ein. Letztlich kostete die Berliner ein Foul von Cordoba an Willi Orban im Strafraum den Punkt. Marcel Sabitzer verwandelte den fälligen Elfmeter. 

Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 2:3 (2:1)

Tore: 0:1 Stindl (15.), 1:1 Mateta (23.), 2:1 Mateta (36.), 2:2 Hofmann (75./HE), 2:3 Ginter (83.)

Erst drehte Mainz das Spiel, dann die Borussia. Aber der Reihe nach. Für Gladbach lief (zunächst) alles nach Plan. Mit dem ersten Torschuss traf Lars Stindl, den die Mainzer Abwehr im Strafraum vergessen hatte. Dann aber kam Jean-Philippe Mateta. Mit einem Doppelpack drehte er das Spiel. In der 57. Minute war Mainz dem 3:1 ganz nah, aber Fohlen-Keeper Yann Sommer hielt gegen Levin Öztunali.

Gladbach-Coach Marco Rose wechselte offensiv: Unter anderem die beiden Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus und Jonas Hofmann sowie Alassane Plea und Marcus Thuram kamen ins Spiel. Die Wechsel zahlten sich aus. Einen Schuss von Thuram konnte Moussa Niakhaté nur mit der Hand abwehren. Elfmeter! Hofmann verwandelte. Er legte auch den Siegtreffer der Gladbacher von Matthias Ginter mit dem Kopf per Eckstoß auf. Mainz bleibt damit weiterhin ohne Punkt in dieser Saison. Ein bitterer Nachmittag für die Hausherren, die ein ordentliches Spiel machten.

Union Berlin - SC Freiburg 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Grifo (34.), 1:1 Andrich (36.)

Der SC Freiburg ließ vor 4.500 Zuschauern in der Alten Försterei die Berliner Anfangsoffensive cool an sich vorüberziehen, um dann aus dem Nichts zuzuschlagen. Vicenzo Grifo erzielte mit einem Schlenzer aus elf Metern und mit Hilfe des Innenpfostens die überraschende Führung für die Gäste. Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nur zwei Minuten auf sich warten. Robert Andrich nutzte die Passivität der Freiburger Defensive, um aus 25 Metern abzuziehen. SCF-Abwehrspieler Dominique Heintz fälschte ab, und der Ball landete im linken Eck.

Nach dem Wechsel drängten die Eisernen auf den Sieg, Freiburg verlegte sich aufs Kontern. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel jedoch immer zerfahrener. Am Ende ging die Punkteteilung in Ordnung.