Es gibt nur noch zwei Tiere - beide sind Weibchen

Letzte Hoffnung für Nördliches Breitmaulnashorn

Die beiden letzten verbliebenen Nördlichen Breitmaulnashörner grasen in ihrem Gehege im Ol Pejeta Conservancy. Foto: Ben Curtis/Archivbild
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12. September 2019 - 21:01 Uhr

Schafft die Art es doch noch, der Ausrottung zu entgehen?

Einst zogen Nördliche Breitmaulnashörner in großer Zahl durch Ost- und Zentralafrika. Doch die Brutalität des Menschen hatte schwerwiegende Folgen: Durch erbarmungslose Wilderei  wurden die beeindruckenden Tiere so gut wie ausgerottet. Das letzte Männchen der Unterart, Sudan, starb im vergangenen Jahr im Wildtierreservat Ol Pejeta in Kenia. Mithilfe der zwei letzten Weibchen, Sudans Tochter und seiner Enkelin, und den Mitteln künstlicher Befruchtung hoffen die Wissenschaftler, die Art retten zu können. Jetzt erzielten sie einen ersten Erfolg.

Eizellen erfolgreich befruchtet

Eizellen befruchtet
Künstliche Befruchtung ist die letzte Chance für das Nördliche Breitmaulnashorn.
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Den Wissenschaftlern, unter anderem vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW/Berlin), ist es vergangene Woche gelungen, den letzten lebenden Weibchen Najin und Fatu zehn Eizellen zu entnehmen. In einem Labor in Italien wurden nun sieben davon mit den zuvor eingefrorenen Spermien von zwei verstorbenen Bullen erfolgreich befruchtet.

Weibchen verwandter Art soll als Leihmutter dienen

Nun sei abzuwarten, ob sich die befruchteten Eizellen auch zu Embryos entwickeln, sagte Cesare Galli von dem Labor "Avantea" in Cremona, Italien. Sollte dies erfolgreich sein, soll später ein Weibchen des Südlichen Breitmaulnashorns, einer verwandten Unterart, als Leihmutter ein Junges austragen. Parallel dazu arbeiten die Forscher an Stammzelltechnik, um aus erhaltenen Nashorn-Körperzellen Spermien und Eizellen zu züchten. Denn nur so könnte man eine genetische Vielfalt herstellen, die für den Aufbau einer Population groß genug wäre.


Quelle: DPA/RTL.de