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Let's Dance 2016: Interview mit Kommentator Ulli Potofski

Let's Dance 2016: Interview mit Kommentator Ulli Potofski

Ulli Potofski: "Ich bin ein fauler Hund."
Kommentator Ulli Potofski treibt eigentlich seit 15 Jahren keinen Sport.
Ralf Succo, picture alliance / SuccoMedia /

Ulli Potofski: "Ich bin ein fauler Hund"

Kommentator Ulli Potofski treibt eigentlich seit 15 Jahren keinen Sport – und freut sich gerade deshalb auf die neue Herausforderung bei "Let's Dance" 2016.

Sie sind bei "Let's Dance" dabei. Was reizt sie daran?

Ein Argument ist, weil ich ein fauler Hund bin und eigentlich schon seit 15 Jahren keinen Sport treibe. Jetzt bin ich gezwungen jeden Tag Sport zu treiben, denn Tanzen ist Sport.

Waren Sie vorher schon einmal in einer Tanzschule?

Ich habe in meinem ganzen Leben nicht getanzt. Vielleicht mal in den 60er Jahren zu Small Faces, Rolling Stones, Deep Purple und den Beatles. Aber ich habe nie eine Tanzschule von innen gesehen. Ich gestehe auch, dass ich wahrscheinlich der untalentierteste Tänzer aller Zeiten bin, aber das wiederum könnte es ja für das Publikum sehr interessant machen.

Mit Kathrin Menzinger (27) haben Sie eine tolle Tanz-Partnerin. Sie ist das letzte Mal mit Hans Sarpei Dancing-Star geworden. Ist das ein Ansporn für sie?

Kathrin ist ein fabelhaftes Mädchen. Ich habe großen Respekt vor ihr. Sie ist komplett durchtrainiert und wie ein Voll-Profi im Fußball vollkommen auf das Tanzen fokussiert. Man spürt, dass sie das lebt. Dass ist für mich aber eher schwieriger, weil ich ja schon davon sprach, dass meine Fähigkeiten sehr begrenzt sind. Aber diese Kombination aus Weltklasse und Kreisklasse kann sehr interessant sein.

Wie schätzen Sie ihre Chancen bei "Let’s Dance" ein?

Ich bin keiner, der sich groß Gedanken macht, wie weit er kommt. Das ist mir gar nicht so wichtig, um ehrlich zu sein. Wichtiger ist mir, dass ich Spaß habe. Das ist eine neue Erfahrung für mich, auch im hohen Alter noch zu erfahren, wie das mit den Tanzschritten ist. Ich merke jetzt schon, dass das sehr schwierig ist mit der Koordination. Ich bin zwar leider Gottes ehrgeizig, aber ich weiß, wo ich ehrgeizig sein kann und wo nicht. Hier geht es darum, zu überleben.

Ulli Potofski: "Kathrin hat mir schon blaue Flecken angedroht"

Haben Sie schon blaue Flecken, Schmerzen oder Muskelkater?

Wir haben die ersten Tage Training hinter uns gebracht. Das war sehr intensiv. Es gibt Muskelkater. Blaue Flecken habe ich noch nicht, aber Kathrin hat sie mir schon angedroht, falls ich mich weiterhin so anstelle wie bisher. Bei den Locksteps wird sie mir in die Fersen treten. Das ist auch gut so, denn ich glaube, man muss über die innere Grenze hinaus und das ist mit Schmerzen verbunden.

Herr Llambi ist nicht gerade für zahme Worte bekannt. Wie gehen Sie mit Kritik um?

Herr Llambi und seine Worte sind mit grundsätzlich egal. Der kann sagen, was er will. Der kann mich hart kritisieren und damit mag er auch Recht haben, aber ich weiß, wer ich bin, was ich kann und was ich nicht kann. Dass das dem Herrn Llambi möglicherweise nicht reichen wird, ist mir egal.

Sie haben unheimlich viel Erfahrung und Sie wissen, wie das Geschäft läuft. Ist das ein Vorteil gegenüber den jüngeren Kollegen?

Es ist in der Tat vorteilhaft, wenn man das Show-Geschäft und auch sportliche Wettbewerbe kennt. Ich glaube, dass es relativ wichtig ist, dass man sich artikulieren kann, dass man sich wehren kann – auch möglicherweise gegen die Jury, um ihr klar zu machen, was sie gerade beurteilen und ob sie gerecht sind. Es ist für eine Jury natürlich schwer, komplett gerecht zu sein. Aber zusammengefasst, ist es sicher manchmal ein Vorteil etwas älter zu sein.

Wann haben Sie denn das letzte Mal richtig mit einer Partnerin getanzt?

Mein letzter Tanz, wenn man es überhaupt Tanz nennen will, war auf der Hochzeit meiner Tochter. Das liegt jetzt aber auch schon etwa drei Jahre zurück. Selbstverständlich habe ich als Brautvater mit meiner Tochter getanzt. Sie war alles andere als begeistert, weil sie meinte, dass ich sie beim Tanzen verletzt hätte. Soweit will ich nicht gehen, aber das war mein letzter offizieller Tanz.

Was war das für ein Tanz?

Das war ein ganz normaler Foxtrott. Also das simpelste auf der Welt. Discofox nennt man das glaube ich heute. Etwas ganz Banales, wo es gar nicht so sehr darum geht, die richtigen Schritte zu finden, sondern dass man einfach nur drei Minuten über den Tanz und die Musik kommt.