Lesbisches Paar kämpft für gemeinsame Mutterschaft

Teichert-Akkermann (r.) und ihre eingetragene Lebenspartnerin Verena Akkermann neben dem Kinderbett. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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07. Februar 2020 - 9:00 Uhr

Trotz der Öffnung der Ehe für alle können bisher nicht zwei Mütter in die Geburtsurkunde eines Kindes eingetragen werden. Ein lesbisches Paar aus Schellerten im Kreis Hildesheim will dies ändern und kämpft dafür mit juristischen Mitteln. Ihr Baby werde gegenüber anderen Kindern diskriminiert, die in eine heterosexuelle Ehe hineingeboren werden, sagte Gesa Teichert-Akkermann. Die 44-Jährige ist hochschwanger. Jahrelang hatte sie mit ihrer Partnerin Verena Akkermann versucht, zunächst per Samenspende ein Kind zu bekommen. Nun klappte es endlich mit einer Embryonenspende - die Tochter soll Mitte Februar per Kaiserschnitt auf die Welt kommen.

Vor dem Gesetz gilt Gesa Teichert-Akkermann jedoch als Alleinerziehende, obwohl sie mit Verena Akkermann seit langem verpartnert und seit kurzem sogar verheiratet ist. Für die 47-Jährige gibt es derzeit nur den Weg, per Stiefkindadoption Mutter des Babys zu werden. "Meine Frau ist keine Stiefmutter", betonte Gesa Teichert-Akkermann. Das Abstammungsrecht müsse dringend reformiert werden. Nach Angaben des Bundesjustizministeriums werden derzeit Stellungnahmen zu einem Reformentwurf ausgewertet.

Quelle: DPA