Gutachten der Leopoldina-Berater zu den Corona-Maßnahmen

Experten: Schulen so bald wie möglich wieder öffnen

15. April 2020 - 9:13 Uhr

Zunächst Grundschulen und Sekundarstufen I

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, sobald wie möglich erste Schulen wieder zu öffnen - zunächst die Grundschulen, dann die Sekundarstufen I. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa, dass die bekannten Hygieneregeln weiterhin eingehalten werden. Zudem sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus. Wie diese Lockerung aussehen könnte, erfahren Sie im Video.

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Merkel legt Wert auf den Rat von Leopoldina

In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet.

Merkel und die Ministerpräsidenten wollen in dieser Woche darüber beraten, wie es in der Corona-Krise weitergeht. Doch bekannt ist, dass die Bundeskanzlerin viel Wert auf den Rat von Leopoldina legt.

Kleinere Klassen und Gruppen?

Zur Öffnung von Schulen und Kitas heißt es weiter: "Da kleinere Kinder sich nicht an die Distanzregeln und Schutzmaßnahmen halten können, gleichzeitig aber die Infektion weitergeben können, sollte der Betrieb in Kindertagesstätten nur sehr eingeschränkt wiederaufgenommen werden." In Kitas sollten maximal fünf Kinder in einem Raum sein. Weil ältere Schüler Fernunterricht besser nutzen könnten, wird empfohlen, dass diese erst später wieder zum gewohnten Unterricht zurückkehren sollten.

Die Wissenschaftler machen im Bildungsbereich auch weitere konkrete Vorschläge, wie der Unterricht künftig stattfinden könne. Zunächst solle sich etwa auf die Schwerpunktfächer Deutsch, Mathe und Fremdsprachen konzentriert werden. Zudem sollten konstante Lerngruppen gebildet werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Als Gruppengröße wird eine Zahl von 15 Schülerinnen und Schülern genannt, sofern entsprechend große Klassenräume vorhanden sind.  "Es bedarf eindeutiger nachprüfbarer Regelungen sowohl für die Hygienestandards in den Klassenräumen als auch für die Flure und die Toiletten", teilte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Bildung, Udo Beckmann mit.

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