Leistungsdruck an Schulen: Immer mehr Schüler sind depressiv

Immer mehr Schüler kämpfen mit Depressionen.
Immer mehr Schüler kämpfen mit Depressionen.
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24. Oktober 2018 - 17:10 Uhr

Depressionen schon im Grundschulalter

Immer mehr deutsche Schüler sind depressiv - das zeigt die Stressauswertung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse. Über zehn Jahre wurden Daten zu jungen Versicherten erhoben und die Ergebnisse sind alarmierend.

Studie zeigt deutliche Entwicklung

Rechnet man die Zahlen der Versicherung hoch, käme man auf rund 1,1 Millionen depressive Kinder in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen sich durch deutlich gestiegene Fälle an stressbedingten Kopfschmerzen und Anpassungsstörungen, die sich durch depressive Stimmungen zeigen.

Vergleich zu 2007 zeigt dramatische Veränderungen

Die Studie zeigt den Vergleich zu 2007. Den größten Anstieg von 90 Prozent gab es demnach beim Stresslevel der 13- bis 18-Jährigen. Der Stress nimmt mit den Schuljahren zu, vielleicht zeigt sich hier auch schon die Unsicherheit vor den Jahren nach dem Schulabschluss.

Die Sechs- bis Neunjährigen zeigen sich besonders belastet durch Stress mit Freunden, bei älteren Schülern überwiegt der Konkurrenz- und Leistungsdruck. Über die Jahre ist auch die Balance zwischen Freizeit- und Schulaktivitäten aus dem Gleichgewicht geraten. So geht nur noch ein Drittel der befragten Kinder einem Hobby nach.

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Der Leistungsdruck ist mitverantwortlich

Die Gründe sind vielfältig: Ein Teil des Leistungsdrucks kommt von den Eltern oder durch die Schule. Aber auch der Druck der Gesellschaft, andauernde Reizüberflutung durch Social Media, Mobbing oder schlicht Versagensängste können schuld sein.

Eltern sollten bei diesen Symptomen alarmiert sein: Angefangen bei Kopfschmerzen, einem Gedankenkarussell bis hin zu Reizbarkeit, Frustration und Mutlosigkeit. Kinder, die diese Symptome zeigen, sollten auf jeden Fall ernst genommen werden, denn die depressive Verstimmung kann sich leicht zu einem Burn-out entwickeln.