Hamilton fehlen 0,4 Sekunden

Leise Hoffnung für Ferrari: Sebastian Vettel im letzten Training zum Kanada-GP der Schnellste

Sebastian Vettel und Charles Leclerc im Training von Montreal
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08. Juni 2019 - 19:50 Uhr

Beide Ferrari an der Spitze

Geht da was für Ferrari? Im letzten Freien Training zum Formel-1-GP von Kanada waren Sebastian Vettel und Charles Leclerc erneut einige Zehntelsekunden schneller als die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Zumindest mit Blick auf das Qualifying dürfen die Roten auf eine Überraschung hoffen.

Vierter Sessionsieg für Sebastian Vettel

Die letzte Übungseinheit auf dem Circuit Gilles Villeneuve nutzten sowohl Ferrari als auch Mercedes ausschließlich zum Test der Softreifen. Dabei zeigte sich zum einen: Die Scuderia hat die Abnutzung der roten Pneus besser im Griff als am Freitag. Und zum anderen: Ferrari scheint auf einer schnellen Runde mit den Silberpfeilen mithalten zu können. Highspeed-Sektor drei war klar in roter Hand, aber auch im Mittelsektor waren die Mercedes langsamer.

Vettel und Leclerc peitschten sich gegenseitig zu immer schnelleren Rundenzeiten an. Am Ende hatte Vettel in 1:10,843 Minuten die Nase knapp vor Leclerc (+0,139 Sekunden) und sicherte sich seinen vierten Session-Gewinn in diesem Jahr. Hamilton (+0,393) und Bottas (+0,688) folgten auf den Plätzen drei und vier. Mehr Rückstand als erwartet hatten die Red-Bull-Piloten Max Verstappen (5./+0,999) und Pierre Gasly (6./+1,071). Nico Hülkenberg (11./+1,462) schnupperte an den Top Ten.

Reifenpoker vor dem Qualifying

Ferrari und Mercedes verzichteten im letzten Training vor dem Qualifying bewusst auf den Einsatz der mittleren Reifenmischung. Die vier Fahrer der Teams gehen damit mit je zwei frischen Medium-Sets ins Qualifying und könnten versuchen, sich in Q2 auf einem der beiden Mediumsätze für Q3 zu qualifizieren, um damit auch ins Rennen starten zu können. Als Absicherung wäre ein zweiter frischer Mediumsatz fürs Rennen verfügbar.

Strolls Heck glüht, Kimi begegnet Murmeltier

Für zwei Aufreger sorgten Lokalmatador Lance Stroll und Kimi Räikkönen. Ersterer fuhr nach einem Hydraulikleck mit Feuer im Heck über die Strecke, Letzterer wich geschickt einem dicken Murmeltier aus, das mutig die Straße überquerte. Romain Grosjean verpasste der 'Wall of Champions' zudem ein kleines Küsschen.

Pikant: Ursache für Strolls Ausfall war ein Schaden am neuen Verbrennungsmotor von Mercedes, mit dem auch Hamilton und Bottas in Montreal fahren. Vor dem Qualifying baute Racing Point bei Stroll wieder die alte Motorenspezifikation ein. Mercedes erklärte in einem ersten Statement, dass unklar sei, ob die anderen Mercedes-Teams auch von dem Vorfall betroffen seien.

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Die Ergebnisse vom Kanada-GP in Montreal

Der Stand im WM-Klassement​