Nach Medienbericht

Leipzig verzichtet aus finanziellen Gründen auf Werner-Einsatz in der Champions League

Timo Werner von Leipzig am Ball. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa
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29. Juni 2020 - 10:08 Uhr

Zwei Monatsgehälter, Leih- und Versicherungsgebühren

Ein Einsatz von Fußball-Nationalspieler Timo Werner im Blitzturnier der Champions League hätte RB Leipzig angeblich mehrere Millionen Euro gekostet. Das war den "Bullen" die Sache offenbar nicht wert.

Wie der "kicker" berichtet, sei Werners neuer Verein FC Chelsea bereit gewesen, den Stürmer für die am 12. August in Lissabon startende Endrunde freizugeben. Allerdings hätte Leipzig dafür zwei Monatsgehälter des 24-Jährigen zahlen sollen, hinzu kämen Leih- und Versicherungsgebühren.

Insgesamt wäre offenbar eine Summe zwischen vier und fünf Millionen Euro fällig geworden, so dass RB-Boss Oliver Mintzlaff laut des Magazins aus wirtschaftlicher Sicht verzichtete. Werner-Berater Karlheinz Förster stimmte dem zu, führte zudem sportliche Gründe an.

Beim Wechsel für die fixe Ablöse von 53 Millionen Euro von Leipzig nach London kam aufgrund der Coronavirus-Pandemie alte Technik zum Einsatz. "Mein Berater konnte nie nach England fliegen, die Chelsea-Seite konnte nicht nach Deutschland kommen. Es gab sehr viel Fax-Verkehr", sagte Werner dem "kicker".

Sein Vater und sein Berater hätten Trainer Frank Lampard und Ex-Profi Petr Cech vor dem Corona-Lockdown noch persönlich getroffen. Werner selbst habe vor allem zu Chelsea-Verteidiger Antonio Rüdiger Kontakt gehabt. "Er war mein Ansprechpartner Nummer eins in der Frage, wie es intern im Verein läuft, wie es in der Kabine zugeht."


Quelle: DPA