Viertelfinale der Champions League

Leipzig im Halbfinale: RB schafft Sensation gegen Atletico Madrid

RB Leipzig - Atlético Madrid
© dpa, Lluis Gene, nwi

14. August 2020 - 13:08 Uhr

RB Leipzig - Atletico Madrid 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Dani Olmo (50.), 1:1 Joao Felix (71./FE), 2:1 Adams (88.)

RB Leipzig ist in Lissabon ins Halbfinale der Champions League eingezogen und feierte damit den vorläufig größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Viertelfinale schaltete der Bundesligist Atletico Madrid mit 2:1 aus. Am Dienstag trifft die Mannschaft auf Paris St. Germain, das sich am Vorabend mit 2:1 gegen die Überraschungsmannschaft von Atalanta Bergamo durchgesetzt hatte. Damit kommt es in Portugals Hauptstadt auch zum Duell der deutschen Trainer Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel.

Leipzig im CL-Halbfinale: Sabitzer leitet den Sieg ein

Leipzig trat im ersten Durchgang dominant auf. Mit zunehmender Spieldauer wurde Atletico stärker. Yannick Carrasco (13.)  hatte mit einem Schuss auf das kurze Eck die beste Chance in den ersten 45 Minuten, doch RB-Keeper Peter Gulacsi parierte stark.

Fünf Minuten nach der Pause ging der Bundesligist in Front. Nach Flanke von Marcel Sabitzer war Dani Olmo mit dem Kopf zur Stelle und die sonst so kompromisslose Madrider Abwehr schaute staunend zu. Die Führung der Leipziger währte rund 20 Minuten, ehe Lukas Klostermann mit einem Foul an Joao Felix einen Elfmeter verursachte. Der Gefoulte ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß sicher zum Ausgleich.

Adams und Gulacsi lassen keine Verlängerung zu

Als sich alle auf die Verlängerung einstellten, schockte Tyler Adams die Gegner aus der spanischen Hauptstadt. Nach einer weiteren Flanke von Sabitzer landete der abgefälschte Schuss des Amerikaners im Netz von Atletico-Torwart Jan Oblak. Die Truppe von Trainer-Vulkan Diego Simeone warf nochmal alles nach vorne und der eingewechselte Alvaro Morata kam noch zweimal gefährlich vor das RB-Tor, doch Gulacsi hielt den Leipziger Sieg fest.

RB-Coach Nagelsmann war nach dem Sieg "stolz auf die Jungs" und sprach von einer "leidenschaftlichen" Vorstellung. "Es war schon sehr abgezockt. Ich kann mich nicht erinnern, dass Atletico gefährliche Situationen hatte", sagte der 33-Jährige und freute sich auf das Duell mit Tuchel und Paris SG: "Das ist eine Top-Mannschaft mit einem Top-Trainer."

Timo Werner mit Gratulation aus London

Mit einer schnellen Internet-Botschaft gratulierte Timo Werner seinen ehemaligen Kollegen. "Glückwunsch Jungs", postete der 24-Jährige bei Instagram und versah seine Botschaft mit applaudierenden Händen und einem muskulösen Oberarm. Der Nationalspieler war nach der vergangenen Saison zum FC Chelsea gewechselt.