Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Kein Sprengstoff gefunden

Paket in DHL-Lager fängt plötzlich Feuer: Polizei gibt Entwarnung

Verdächtiges Paket in Paketverteilzentrum in Leimen
Verdächtiges Paket in Paketverteilzentrum in Leimen
© dpa, Einsatz-Report24, lop

20. Februar 2021 - 15:13 Uhr

Kein Zusammenhang mit Briefbomben-Anschlägen

Ein Paket im DHL-Verteilerzentrum in Leimen fing am Samstagvormittag plötzlich Feuer. Nach ersten Angaben vor Ort wurde das angebrannte Paket gegen 10.30 Uhr entdeckt. Mitarbeiter brachten die verdächtige Sendung vorsichtshalber in einem Container aus dem Gebäude. Zunächst war unklar, ob ein Zusammenhang mit den Briefbomben-Anschlägen der letzten Tage besteht. Nun die Entwarnung der Polizei: Das Paket sei geöffnet worden, man habe keinen Sprengstoff darin gefunden.

Serien-Bomber hält deutsche Lebensmittelhändler in Atem

"Das Paket wurde von den Spezialisten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg geöffnet", heißt in einer Mitteilung der Polizei Mannheim. "Hierbei wurde kein sprengstoffverdächtiger Inhalt festgestellt. Über die Ursache der auffälligen äußerlichen Beschaffenheit des Pakets (Verfärbung der Hülle), welche den Verdacht erweckt hatte, die Sendung könnte Sprengstoff enthalten, liegen bislang keine Erkenntnisse vor." Ein Zusammenhang zu der Briefbomben-Serie könne "nach Einschätzung der Ermittler ausgeschlossen werden". Zudem gab die Polizei einen Flyer mit Tipps heraus, wie Empfänger sich bei verdächtigen Sendungen richtig verhalten.

Seit einiger Zeit hält eine Serie von Briefbomben Lebensmittelhersteller in Atem. Während bei dem Getränkehersteller Wild in Eppelheim und bei der Lidl-Zentrale in Neckarsulm Postsendungen detonierten, konnte das an den Babynahrungshersteller Hipp adressierte Paket in einem Postverteilzentrum am Münchner Flughafen noch rechtzeitig abgefangen und entschärft werden. Der Lebensmittelverband rief seine Mitglieder zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Drohmails seit 6 Monaten

Vor der Explosion in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm sollen seit fünf bis sechs Monaten Drohmails mit konkreten Forderungen zu Personalfragen eingegangen sein, wie RTL aus einer zuverlässigen Quelle erfuhr. In den Mails seien weitere Schritte angedroht worden, wenn auf die Forderungen nicht eingegangen werde. Intern sei man von einer Rohrbombe ausgegangen. Die Wild-Werke, bei denen es am Tag zuvor eine Explosion gab, sind ein Lidl-Zulieferer.

Auch interessant