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Leichtathletik-EM: Starke Frauen holen vier Medaillen

10.08.2018, Berlin: Leichtathletik, Europameisterschaft im Olympiastadion: Frauen, Finale: Silbermedaillengewinnerin Kristin Gierisch (l) aus Deutschland im Dreisprung jubelt mit Speerwurf Goldmedaillengewinnerin Christin Hussong aus Deutschland. Fot
Freuen sich gemeinsam über ihre Medaillen: Kristin Gierisch (links) und Christin Hussong © dpa, Kay Nietfeld, nic

Deutsche Frauen rocken das Olympiastadion

Es war ein Wahnsinnsabend für die deutschen Leichtathletinnen, die bei der EM in Berlin vier Medaillen holten.

'Ladies Night' im Berliner Olympiastadion

'Ladies Night' in Berlin: Angeführt von Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong haben vier starke Leichtathletinnen die deutsche Medaillenjagd bei der Heim-EM spektakulär fortgesetzt. 24 Stunden nach dem Doppelsieg der Männer gelang auch Hussong ein goldener Traumwurf. Silber holte Kristin Gierisch im Dreisprung, über Bronze freuten sich Marie-Laurence Jungfleisch im Hochsprung und Siebenkämpferin Carolin Schäfer.

Die Vize-Weltmeisterin aus Frankfurt vergoss nach ihrem Lauf über 800 m Freudentränen. Schäfer dachte aber auch an ihre beiden Teamkolleginnen Louisa Grauvogel und Mareike Arndt, die vor der letzten Disziplin in einen Autounfall verwickelt waren und nicht mehr antreten konnten. "Es ist ein schlimmes Gefühl, wenn man hier zwei Tage durchsteht und dann so etwas passiert. Die Medaille teile ich mit euch!", sagte Schäfer in der ARD.

Schäfer ließ sich davon allerdings zumindest nichts anmerken und verteidigte ihren 3. Platz mit 6.602 Punkten gegen Titelverteidigerin Anouk Vetter aus Holland. Gold ging an Weltmeisterin und Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien (6.816) vor der Britin Katarina Johnson-Thompson (6.759). "Es gibt nichts Schöneres als mit einer Medaille aus diesem Stadion nach Hause zu fahren", sagte Schäfer.

Hussong schockt die Konkurrenz mit erstem Wurf

Hussong gelang ihr Traumwurf über 67,90 m schon im ersten Versuch. Nach Gold und Silber für Thomas Röhler und Andreas Hofmann am Donnerstag war es das dritte Edelmetall für die alles überragenden deutschen Speerwerfer. Hussong ist mit ihrem Wurf die drittbeste deutsche Speerwerferin der Geschichte.

"Ich wusste, wenn ich super drauf bin, kann ich um eine Medaille mitwerfen. Aber dass es Gold wird, kann ich kaum glauben. Gestern hab ich schon Lust bekommen, auch auf dem Treppchen zu stehen. Dass ich es mache wie Thomas, ist umso schöner", sagte Hussong.

Hochspringerin Jungfleisch überquerte 1,96 m ohne Fehlversuch, besser waren nur die als neutrale Athletin startende Weltmeisterin Marija Lassizkene sowie die zweitplatzierte Bulgarin Mirela Demirewa (beide 2,00). "Ich bin überglücklich, endlich eine Medaille zu gewinnen. Und dann auch noch in Berlin. Hier macht es unheimlich Spaß, wir Athleten bekommen viel Rückhalt", schwärmte Jungfleisch von der Atmosphäre im Olympiastadion.

Gierisch gewinnt untypisch

Gierisch gewann die erste Medaille einer deutschen Dreispringerin bei einer großen Freiluft-Meisterschaft, die 27 Jahre alte Hallen-Europameisterin musste sich mit persönlicher Bestleistung von 14,45 m nur der Griechin Paraskevi Papahristou (14,60) geschlagen geben. "Im ersten Versuch ist untypisch für mich, aber einer reicht ja", sagte sie

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