Leiche in Berlin-Wedding: Paar folterte Marianne M. (55) zu Tode

Die Leiche von Marianne M. wurde in Berlin-Wedding wie Abfall neben einem Container auf der Straße abgelegt.
Die Leiche von Marianne M. wurde in Berlin-Wedding wie Abfall neben einem Container auf der Straße abgelegt.
© dpa, Paul Zinken, pdz fgj

05. Januar 2018 - 11:31 Uhr

Ermittlungen bringen grausame Todesumstände ans Licht

Am Tag vor Heiligabend entdeckte eine Passantin ein merkwürdiges Stoffbündel vor einem Bauschuttcontainer in Berlin-Wedding. Als die Polizei das Bündel öffnete, fanden die Beamten darin die Leiche von Marianne M. Die 55-Jährige aus Reinickendorf starb durch brutale Gewalt. Ihre Leiche wurde wie ein Stück Abfall am Straßenrand entsorgt. Bei den Ermittlungen kommt nun nach und nach ans Licht, wie die Frau sterben musste.

Taifun S. und Jasmin P. lernten ihr Opfer übers Internet kennen

Am 31. Dezember verhaftete die Polizei einen 36-Jährigen und seine 27 Jahre alte Freundin am Flughafen Berlin-Schönefeld. Taifun S. und Jasmin P. wollten sich in die Türkei absetzten, doch der Polizei gelang es gerade noch rechtzeitig, die beiden zu stoppen. Laut 'Bild'-Zeitung hat das Paar die 55-Jährige bei Sexspielen zu Tode gefoltert.

Die Tatverdächtigen lernten Marianne M. laut dem Bericht in einem Internetforum kennen, in dem sich Menschen mit speziellen Sexvorlieben treffen. Die drei sollen sich in einer eigens dafür angemieteten Wohnung getroffen haben, die Marianne M. nicht mehr lebend verließ.

Marianne M. wurde in Berlin brutal zu Tode gefoltert

Taifun S. und Jasmin P. sollen die Frau "über einen langen Zeitraum hinweg zu Tode gequält" haben, sagte ein Ermittler der 'Bild'-Zeitung. Die übel zugerichtete Leiche wickelten die Täter in eine Decke und schleiften sie durchs Treppenhaus auf die Straße, wo sie die 55-Jährige einfach ablegten.

Der 36-jährige mutmaßliche Täter ist kein Unbekannter für die Polizei: Taifun S. gehört zur Drogenszene am Kottbusser Tor und hatte wegen diverser Delikte schon häufiger Ärger mit den Beamten. Jetzt muss er sich auch noch wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.