6. Dezember 2018 - 18:29 Uhr

Helikopter crashte kurz nach dem Start

Bei dem Horror-Absturz Ende Oktober hatte der Besitzer des englischen Clubs Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, sein Leben verloren, vier weitere Menschen starben. Jetzt ist der Grund für das Unglück geklärt.

Defekte Pedale führten zum Absturz

Ein technischer Defekt hat zum Helikopter-Unglück geführt. Der Pilot hatte bei dem Unfall unweit des Stadions die Kontrolle über das Fluggerät verloren, weil die Verbindung zwischen den Pedalen und dem Heckrotor unterbrochen waren. Das teilte die britische Flugverkehrsbehörde AAIB in einem Bericht mit.

Die Experten ermitteln nun weiter, wieso die Verbindung zum Rotor defekt waren. An einem Teil entdeckten Spezialisten laut dem Bericht eine Ansammlung von Schmiermittel.

Der Helikopter war kurz nach dem Start im Stadion ins Taumeln geraten und auf dem Parkplatz in der Nähe der Spielstätte zerschellt. Club-Besitzer Srivaddhanaprabha und vier weitere Menschen kamen dabei ums Leben.

Dass der Hubschrauber des Team-Präsidenten im heimischen Stadion startete und landete, war ein eingespieltes Ritual in Leicester. Der in den Vereinsfarben blau-weiß lackierte Helikopter landete dafür am Mittelkreis.

Fans und Spieler liebten ihren "Boss"

Soccer Football - Premier League - Leicester City v Burnley - King Power Stadium, Leicester, Britain - November 10, 2018  General view of tributes left outside Leicester City's King Power stadium, after the club's owner Thai businessman Vichai Srivad
Trauer in Leicester: Blumenmeer zu Ehren des verstorbenen Präsidenten
© Action Images via Reuters, CRAIG BROUGH, saw

Bei den Fans und den Spielern war der Teambesitzer sehr beliebt. Im August 2010 hatte er den damaligen Zweitligisten gekauft. 2011 wurde er Präsident des Clubs, sein Sohn Aiyawatt wurde Vize-Präsident. Die beiden pumpten ordentlich Geld in den Verein und führten diesen so zum sportlichen Aufschwung und zurück in die erste Liga. Gekrönt wurde dieser Neustart vom überraschenden Titelgewinn 2016.

Daraufhin löste Srivaddhanaprabha ein Versprechen ein und beschenkte 19 Spieler mit Luxusautos im Wert von jeweils rund 100.000 Pfund (etwa 130.000 Euro). An seinem Geburtstag spendierte er den Fans regelmäßig Bier und Kuchen.