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Lehrerin korrigiert "kämpfende Prinzessin" im Schüler-Märchen - und entfacht damit Gender-Diskussion

27. März 2017 - 17:23 Uhr

"Es passt nicht zu einem Märchen, dass die Prinzessin kämpft"

Als Twitter-Nutzerin 'setzkasten' aus Süddeutschland mit ihrem Sohn Hausaufgaben macht, entdeckt sie in seinem Deutschheft einen überraschenden Kommentar der Lehrerin. Ihr Sohn hatte in seinem fantasievollen Märchen von einer kämpfenden Prinzessin geschrieben, die der Lehrerin wohl nicht gefiel. Mit dem Rotstift schrieb sie neben den Satz: "Es passt nicht zu einem Märchen, dass die Prinzessin kämpft." Die Mutter fotografiert die Textpassage und stellt sie ins Netz, wo daraufhin eine hitzige Gender-Debatte entfacht.

Meinungen über den Kommentar der Lehrerin gehen weit auseinander

"Da schreibt der sohn ein märchen über kämpfende prinzessinnen und dann das. #wennelsadaswüsste", schreibt die Mutter zu dem Tweet. Kurz darauf sind sich viele Twitter-Nutzer einig: Das geht gar nicht! "Ist das echt? Wenn ja, dann hab ich aber mal genug heute von Lehrkräften. Mein Sohn darf nicht 'wild rennen'", schreibt eine Mutter darunter. "​Boah! Der Lehrperson würd ich die Ohren lang ziehen! Und dann 'Die Sieben Schwäne' und 'Das Nibelungenlied' zwangslesen lassen", schreibt ein anderer Nutzer. Tausende Menschen haben auf den Beitrag reagiert.

Viele Nutzer nehmen die Lehrerin aber auch in Schutz, bevor sie vorschnell urteilen. "Es kommt hier auf die konkrete Aufgabenstellung an. Beim klassischen Märchen stimmt die Aussage. (Leider!)", findet eine Nutzerin. "Wie gesagt, wir alle kennen den Kontext nicht und sollten uns mit Urteil, Denunzions- und Gewaltfantasie zurückhalten", lautet ein anderer Kommentar. Und auch die Mutter des Jungen muss zugeben, dass es der Lehrerin wahrscheinlich wirklich um ein klassisches Märchen mit kämpfenden Rittern und behüteten Prinzessinnen ging. Trotzdem steht sie hinter der Fantasie ihres Jungen. Welche Antwort die Mutter der Lehrerin gegeben hat, sehen Sie im Video!

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