Lecker oder ekelig? Insekten sind jetzt offiziell als Nahrungsmittel zugelassen

04. Januar 2018 - 10:39 Uhr

Neue EU-Verordnung tritt in Kraft

Was viele nicht mal freiwillig anfassen würden, darf seit dem 1. Januar 2018 nun ganz offiziell auf unseren Tellern landen. Denn mit dem Jahreswechsel ist eine neue EU-Verordnung in Kraft getreten, die Insekten auch in Deutschland als Nahrungsmittel zulässt.

Essbare Insekten dürfen jetzt auch in Deutschland gezüchtet werden

Bisher war es hierzulande beispielsweise nicht erlaubt, Insekten zum Verzehr zu züchten. Wer trotzdem exotische Gerichte, wie Mehlwurmbürger oder gegrillte Heuschrecken verkaufen wollte, bewegte sich in einem rechtlichen Graubereich und musste die Insekten aus anderen Ländern einführen. Das ist jetzt nicht mehr nötig.

Ab sofort dürfen insektenhaltige Produkte auch hier produziert und verkauft werden. So lässt sich leichter kontrollieren, ob Hygienestandards eingehalten werden und was am Ende im Kochtopf landet.

Insekten als ressourcenschonende Alternative zu Fleisch

Krabbelndes Getier zu verspeisen, mag hierzulande vielen noch etwas gewöhnungsbedürftig vorkommen. Für zwei Milliarden Menschen weltweit ist der Verzehr von Insekten jedoch völlig normal, wie das 'Bundeszentrum für Ernährung' auf seiner Homepage erklärt. Heuschrecken, Grillen und Co. gelten in vielen Ländern als Grundnahrungsmittel.

Auch der Umwelt käme es zugute, wenn wir statt Fleisch hin und wieder Insekten als Proteinquelle verspeisen würden. In der Insektenzucht werden deutlich weniger Futtermittel, Wasser und Fläche verbraucht als bei der Fleischproduktion, sodass dadurch die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung ohne weiteres gesichert wäre.

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