Lebensmittelrutschen, Grillkohle-Barrieren & Co.

So kreativ werden Supermärkte im Kampf gegen Corona

Corona-Not macht Supermärkte erfinderisch!
© Twitter/@Angelalueke

24. März 2020 - 15:15 Uhr

Coronavirus: Not macht Supermärkte erfinderisch!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das dachten sich auch einige Supermarktbetreiber. Zum Schutz vor der Ansteckung des Coronavirus und zur Vermeidung des direkten Kontaktes mit Kunden sind viele Mitarbeiter sehr erfinderisch geworden. Barrieren aus Getränkekästen oder Kohlesäcken sollen Menschen von Frischlebensmittelausgaben fernhalten und gegen den direkten Kontakt gibt es in einem Geschäft sogar Essens-Rutschen!

Lebensmittel-Rutschen im Supermarkt

"Es hat den meisten Kunden ein Lächeln ins Gesicht gezaubert"

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Frischtheken können in diesem Supermarkt ihren Kunden verpackte Wurst oder Käse ganz leicht "rüberrutschen" lassen, wie dieses Foto einer Twitter-Nutzerin zeigt. Besonders an der Essensausgabe von Frischwaren ist keim- und virenfreie Arbeit sehr wichtig. Und hat offenbar einen großen Effekt: "Gerade in den Bereichen mit offenen Lebensmitteln und es hat den meisten Kunden ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Trotz der momentanen Lage...", so ihr Tweet.

Barrieren mit Kästen und Kohle

Andernorts will man mit Barrieren aus Waren die Kunden davon abhalten, den Mitarbeitern und der Lebensmittelausgabe zu nah zu kommen. "Säcke mit Grillkohle markieren an der Fleischtheke im Edeka-Markt Alte Brauerei in Eberswalde den Sicherheitsabstand, den die Kund/innen wegen des Coronavirus einhalten müssen", schreibt die Märkische Onlinezeitung bei Instagram unter ihren Post.

Getreu dem Motto "Cola kann Leben retten" hat sich auch ein weiterer Supermarkt um den Sicherheitsabstand an der Fleischtheke bemüht:

Absperrung aus Einkaufswagen

Einen mäßig guten Einfall hatte eine Lidl-Filiale aus der Schweiz: Vor dem Gebäude ist eine Absperrung aus Absperrband und Einkaufwagen installiert worden. Was genau die bringen soll? Eine Erläuterung zum Zwecke der Barriere liefert die Instagram-Nutzerin, die das Foto gepostet hat: "Dieses Bild sagt mehreres aus... 1. Einkaufswagen können auch Schlange stehen 2. Lidl kann improvisieren 3. Wegweiser für die Kundschaft 4. So sieht Mindestabstand aus 5. Damit man nicht noch einen Franken suchen und in den Schlitz schieben muss, um den Verschluss rauszuziehen, kann man sich gerade einen schnappen. So ganz durchdacht war es jedoch nicht. Jeder der rauskam, müsste eng an eng an den anderen zurücklaufen. Wir sind alle drunter durch geklettert."