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"Layla-Verbot" in Würzburg - Musikexperte zu Ballermann-Hit: "Einfach ein sexistischer Song"

"Layla"-Verbot in Würzburg

Nach "Layla"-Verbot in Würzburg - Musikexperte: "Einfach ein sexistischer Song"

Deutsche Charts: Ballermann-Hit "Layla" zum dritten Mal auf Platz eins
Ein Ballermann-Hit hat die Deutschen Single-Charts fest im Griff: "Layla". Doch ist der Song zu sexistisch für Würzburg?
Cesare Andrea Ferrari/Shutterstock.com, SpotOn

„Sie ist schöner, jünger, geiler“, diese Zeilen stammen aus dem aktuellen Nummer-1-Hit der Charts – und sorgen gerade in Deutschland für Debatten. Denn das Abspielen des Ballermann-Hits mit dem Titel „Layla“ hat die Stadt Würzburg auf dem Volksfest „Kilani“ untersagt . Ein Musikexperte erklärt, wie er den umstrittenen Text einordnet.

Michael Fischer: Musikvideo zu "Layla" nicht ironisch

„Natürlich ist das Lied sexistisch“, sagt der Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg, Michael Fischer. Er ergänzt jedoch auch: „Es ist ein Partyschlager.“ In dem Text werde eine Frau namens Layla beschrieben und „in sexistischer Weise besungen, und das Video unterstützt das natürlich auch in seiner Bildsprache.“

Daran ändere auch nichts, dass die tanzende Person ein Mann in High Heels, schwarzem Minirock und blonder Perücke sei. Das Video sei jenseits von Ironie oder Transaspekten, sagt der Experte: „Es ist einfach ein sexistischer Song.“

Stadt Würzburg erklärt Hintergründe des "Layla"-Verbots - DJ Robin & Schürze kontern

In dem Lied heißt es unter anderem: „Ich hab‘ ‘nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger geiler (…) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsere Layla (…).“ Die Musiker DJ Robin & Schürze können die Sexismus-Vorwürfe nicht nachvollziehen, wie sie auf RTL-Anfrage erklärten.

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Die Stadt Würzburg hingegen erklärte, als Veranstalter des Volksfestes habe man den Festzeltbetreiber gebeten, den Song nicht mehr zu spielen. Ein Medienhaus hatte die Stadt auf den Song aufmerksam gemacht, öffentliche Kritik gab es bis dato an dem Song nicht. Es sei allerdings so, dass die Stadt schon im vergangenen Jahr beschlossen hatte, grundsätzlich rassistische und sexistische Lieder nicht mehr auf Volksfesten zuzulassen. Das gilt auch für das umstrittene Donaulied - dessen Text sich um eine Vergewaltigung dreht.

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„Layla“ steht derzeit auf Platz 1 der deutschen Singlecharts und gilt vor allem bei jungen Leuten als Stimmungshit auf Volksfesten. (eon/dpa)