Lawrow begrüßt UN-Vorschlag für regionale Waffenruhen in Syrien

Der russische Außenminister Sergej Lawrow traf seinen syrischen Kollegen al-Muallim.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow traf seinen syrischen Kollegen al-Muallim.
© dpa, A2800 epa Alexander Natruskin

27. November 2014 - 12:28 Uhr

Russlands Außenminister warnt Washington

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den UN-Vorschlag für regionale Waffenruhen in Syrien als "positiv" bezeichnet. Die Initiative des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura trage dazu bei, weitere Opfer in dem Bürgerkriegsland zu vermeiden, sagte er nach einem Treffen mit dem syrischen Außenminister Walid al-Muallim der Agentur Interfax zufolge in Sotschi. Lawrow kritisierte die USA dafür, dass sie nicht gemeinsam mit der Führung in Damaskus gegen die Terrormiliz Islamischer Staat vorgehen.Die syrische Führung habe durch die Vernichtung ihrer Chemiewaffen guten Willen gezeigt.

Russlands Außenminister warnte Washington davor, unter dem Deckmantel der Terroristenbekämpfung einen Machtwechsel in Damaskus anzustreben. Die Luftangriffe der US-geführten Koalition gegen den Islamischen Staat seien mit dem Völkerrecht nur schwer vereinbar, sagte Lawrow. Al-Muallim sprach von einem "guten Treffen" mit Präsident Wladimir Putin im Kurort Sotschi am Schwarzen Meer. Putin habe betont, den Kontakt mit dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad fortsetzen zu wollen, sagte der Außenminister. Russland sei für sein krisengeschütteltes Land ein wichtiger strategischer Partner.