Retter werden von zweiter Lawine überrollt

Mindestens 38 Tote bei Lawinenunglück in der Türkei

06. Februar 2020 - 10:45 Uhr

Schweres Lawinenunglück in der Osttürkei

In der osttürkischen Provinz Van sind mindestens 38 Menschen bei zwei Lawinenunglücken getötet worden. Besonders tragisch: 23 Menschen, die Verunglückte aus der ersten Lawine hatten befreien wollen, wurden von einer zweiten Lawine überrascht und getroffen. Bei der ersten Lawine, die sich bereits am Dienstagabend ereignete, wurden bereits fünf Menschen getötet.

Genaue Zahl der Toten und Verletzten noch unklar

Ein Minibus war von der ersten Lawine überrollt worden. Sieben Menschen seien nach diesem Unglück gerettet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Nach dem zweiten Unglück seien bisher mehr als 30 Menschen lebendig geborgen worden, sagte Innenminister Süleyman Soylu laut Anadolu am späten Nachmittag.

Wie viele Menschen insgesamt verschüttet wurden und wie viele noch unter den Schneemassen liegen, blieb zunächst unklar. Bilmez zufolge könnte es eine weitere Lawine geben.​

Verteidigungsministerium schickt Retter zum Unglücksort

Die Rettungsarbeiten dauerten weiter an. Fernsehbilder zeigten mehrere Bagger und Retter mit Schaufeln und langen Stangen, die in schwerem Schneetreiben in einer weißen Hügellandschaft arbeiteten.

Aus dem Verteidigungsministerium in Ankara hieß es, man werde 75 Retter und Ausrüstung in einem Flugzeug zum Unglücksort senden. Anadolu berichtete, auch Innenminister Soylu sei auf dem Weg nach Van. In einer kurzen Stellungnahme des Präsidialpalasts hieß es, Soylu habe den Präsidenten über die Lage unterrichtet.