Lawine tötet sieben Kletterer in den französischen Alpen

Die Die Bergwacht hatte die Lawine gegen Mittag nahe des gut 4.000 Meter hohen Gipfels Dôme de neige des Écrins entdeckt. (Archivfoto).
Die Die Bergwacht hatte die Lawine gegen Mittag nahe des gut 4.000 Meter hohen Gipfels Dôme de neige des Écrins entdeckt. (Archivfoto).
© REUTERS, EMMANUEL FOUDROT

16. September 2015 - 18:40 Uhr

Beliebtes Touristenziel wird zur tödlichen Falle

Eine Lawine hat in den französischen Alpen sieben Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern sind auch vier Deutsche, wie eine Sprecherin der Präfektur des Départements Hautes-Alpes bestätigste. Auch eine Verletzte stamme aus Deutschland. Von den sieben getöteten Männern stammen drei aus Tschechien. Nähere Angaben zu den deutschen Opfern machte die Präfektur nicht.

Die Suche nach zunächst befürchteten weiteren Opfern stellten die Rettungskräfte ein, wie die Präfektur des Départements Hautes-Alpes mitteilte. Die Die Bergwacht hatte die Lawine gegen Mittag nahe des gut 4.000 Meter hohen Gipfels Dôme de neige des Écrins entdeckt. Das Unglück ereignete sich nahe Pelvoux in dem Bergmassiv südöstlich von Grenoble.

Die Rettungskräfte setzten laut Besnard sofort zwei Hubschrauber ein, ein dritter kam später hinzu. Neben Gendarmen machten sich auch Hundeführer und Ärzte auf den Weg zum Unglücksort. Zunächst war von fünf Toten und zwei Vermissten berichtet worden. Die Präfektur sprach von drei Seilschaften mit jeweils zwei oder drei Alpinisten, die in dem beliebten Gebiet unterwegs waren. Die Gruppe war gegen Mittag bei gutem - allerdings winterlichem - Wetter von der Lawine überrascht worden.

Als Ursache wurden Verwehungen nach ergiebigen Schneefällen am vergangenen Wochenende vermutet. Ein etwa ein Meter hohes Schneebrett löste demnach die rund 250 Meter lange Lawine aus. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte in Paris an, die Staatsanwaltschaft solle die Unglücksursache untersuchen.

Die Regien südöstlich von Grenoble ist bei Wintersporttouristen beliebt und wird von Alpinisten, Bergwanderern und Skifahrern intensiv genutzt. In diesem Jahr waren in der Region bei zwei Lawinenunglücken im Januar und im April bereits sechs Skifahrer ums Leben gekommen. Die Besteigung des Dôme de neige des Écrins gilt unter den mehr als 80 Alpengipfel mit einer Höhe von mehr als 4.000 Metern als eher leichte Tour.