Männer aufgepasst!

Laut Studie: Umweltverschmutzung lässt Penisse schrumpfen - was Experten dazu sagen

Neue Studie: Schrumpfen Penisse durch Luftverschmutzung?
Neue Studie: Schrumpfen Penisse durch Luftverschmutzung?
© Getty Images/iStockphoto, themacx

25. März 2021 - 14:49 Uhr

Spermienaktivität nimmt ab

Nicht nur das Klima leidet unter der Umweltverschmutzung. Laut der Studie einer Umweltwissenschaftlerin sind auch Männer davon betroffen. Besser gesagt: ihre Genitalien! Denn die Luftverschmutzung könnte Penisse schrumpfen lassen und für eine abnehmende Spermienaktivität sorgen.

Weichmacher beeinflussen Hormonsystem

In ihrem Buch "Count Down: How Our Modern World Is Threatening Sperm Counts" schreibt Umweltwissenschaftlerin Dr. Shanna Swan über die Auswirkungen von Schadstoffen in der Luft für die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen. In Laborversuchen mit Ratten zeigte sich, dass Phthalate, sogenannte Weichmacher, das Hormonsystem des Menschen beeinflussen können.

Ratten, die während der Embryonal-Entwicklung dem Schadstoff ausgesetzt wurden, führten zu Ratten-Jungs mit kleineren Penissen.

In ihrem Buch erläutert Dr. Shanna Swan außerdem, dass die Zahl der Spermien abgenommen hat. Ein Mann habe heute nur noch die Hälfte der Spermienzahl seines Großvaters. In den letzten 50 Jahren ist ihr zufolge die Fruchtbarkeit um 50 Prozent gesunken.

Phthalate werden vor allem als Weichmacher für Kunststoffe eingesetzt

Phthalate werden in der Industrie eingesetzt, um Kunststoffe weicher zu machen. Außerdem können sie im menschlichen Körper das Hormon Östrogen nachahmen und die natürliche Hormonproduktion stören. Aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Eigenschaften sind einige Phthalate in bestimmten Verbraucherprodukten wie Spielzeug und Babyartikeln verboten. Außerdem werden seit 2007 in Lebensmittelverpackungen Phthalate mit weniger gesundheitsschädlichen Eigenschaften eingesetzt.

Für Medizinjournalist Dr. Christoph Specht ist das nichts neues: "Dass die Spermienanzahl beim Menschen sinkt, ist schon lange bekannt. Ob das mit den Phthalaten zusammenhängt, weiß man nicht. Das kann viele Auswirkungen haben", erklärt er auf RTL-Anfrage. Außerdem basiert die Beobachtung der Umweltwissenschaftlerin auf Untersuchungen mit Ratten. Ob das tatsächlich auch beim Menschen so ist, kann nicht belegt werden.

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