Während Hitzewelle und Coronavirus-Pandemie

Lauenau (Kreis Schaumburg) hat wieder Leitungswasser - für den Moment

Der Gemeinde Lauenau in Niedersachsen geht während Hitze das Wasser aus.
© dpa, Moritz Frankenberg, mof exa

10. August 2020 - 9:27 Uhr

Lauenau: Wasserspeicher etwas aufgefüllt - "nicht in dem Maße wie erhofft"

Hitzewochenende und kaum Wasser da: Am Samstag ging der Gemeinde Lauenau (Samstag) das Wasser aus. Am Sonntagvormittag konnte Bürgermeister Georg Hudalla (parteilos) eine etwas positivere – im wahrsten Wortsinne – Wasserstandsmeldung geben: Über Nacht habe sich der Speicher wieder etwas aufgefüllt - wenn auch "nicht in dem Maße wie erhofft". Die Lage sei im Moment beherrschbar, erst für den Nachmittag würden Verbrauchsspitzen erwartet, sagte Hudalla, Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau gehört.

Lauenauer reagieren mit Verhaltensänderung auf Wasserknappheit

08.08.2020, Niedersachsen, Lauenau: Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Lauenau entladen Wasserbehälter von einem LKW. In der Gemeinde im Landkreis Schaumburg ist die Wasserversorgung nach warmen Tagen und während der Corona-Pandemie zusammengeb
Gemeinde geht während Hitze das Wasser aus
© dpa, Moritz Frankenberg, mof exa

Bereits am Samstagnachmittag hätten die Menschen in Lauenau auf die Wasserknappheit reagiert und ihr Verhalten geändert, der Verbrauch sei um zwei Drittel gesunken. Der Gemeinde war das Wasser nach den warmen und trockenen Tagen ausgegangen, am Samstagmittag lief der Wasserspeicher leer. Das Problem: In der Corona-Pandemie seien die Menschen überwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen.

Lauenau (Kreis Schaumburg): Knapp 4.000 Menschen betroffen

Am Samstag musste Bürgermeister Hudalla noch eingestehen: "Es kann passieren, wenn Menschen den Hahn aufmachen: Es kommt wirklich gar nichts" Am Feuerwehrhaus wurden Behälter mit Brauchwasser etwa für die Toilettenspülung aufgestellt, das sich die Bürger abholen können.

Dazu verteilten Tanklöschfahrzeuge ihr Brandwasser in den Ortsteilen. Trinkwasser müssen sich die Menschen im Supermarkt kaufen. Knapp 4.000 Menschen sind betroffen. Wann das Problem gelöst sein könnte, ist laut Bürgermeister unklar.