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Lars Klingbeil hält Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für nötig

RTL/ntv "Frühstart"

SPD-Generalsekretär für harte Corona-Entscheidungen

Klingbeil
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil
RTL

Entscheidungen bei Einzelhandel, Schulen und Kitas nötig

Bei inzwischen fast 30.000 Neuinfektionen täglich stehen die Zeichen auf harten Lockdown. Viele Bundesländer wollen ihre Regelungen verschärfen, am Sonntag ist eine neue Sitzung mit der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten angekündigt. Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hält Verschärfungen für nötig.

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"Kein Wirrwarr der Entscheidungen"

„Wenn man die Zahlen der Infizierten sieht, die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen und der Menschen, die gerade an Corona sterben, dann braucht es jetzt harte Entscheidungen“, sagte Klingbeil im RTL/ntv „Frühstart“. Es werde vor allem über die Bereiche Einzelhandel, Schulen und Kitas gesprochen. „Ich bin mir sicher, in ein paar Monaten werden wir auf diese Wochen zurückblicken und werden urteilen darüber, ob wir richtige Entscheidungen getroffen haben oder nicht.“

Zu den genauen Maßnahmen wolle er nicht vorpreschen, so Klingbeil. Er wünsche sich aber bundesweit einheitliche Lösungen. „Ich habe den Wunsch, dass wir nicht in einen Wirrwarr von Entscheidungen kommen, die in jedem Bundesland anders sind. Es braucht klare und nachvollziehbare Entscheidungen und ich denke, sie müssen weitreichend sein.“ In Sachsen wird heruntergefahren und auch Baden-Württemberg kündigt bereits einen harten Lockdown an.

Weihnachten soll es etwas lockerer zugehen

An leichten Lockerungen zu Weihnachten will der SPD-Generalsekretär nicht rütteln. „Ich glaube, das ist auch wichtig, dass man die Menschen, nach einem anstrengenden Jahr, zusammenkommen lässt.“ Im engsten Familienkreis solle das, mit Abstand und unter Einhaltung der Corona-Regeln, möglich sein. Zur Frage, ob Deutschland wie Frankreich eine Ausgangssperre am Silvesterabend brauche, wollte sich Klingbeil nicht festlegen. Das Thema müsse im Kreise der Ministerpräsidenten entschieden werden.

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Am morgigen Samstag startet die SPD in ihrem „Debattencamp“ mit den Mitgliedern die Diskussion ihres Programms für die Bundestagswahl. Klingbeil sagte im „Frühstart“, das Camp werde digital stattfinden, mit 70 Referentinnen und Referenten und 30 Workshops. Sieben Stunden lang werde aus dem Willy-Brandt-Haus live gesendet. „Ich freue mich auf eine sehr diskussionsfreudige, zukunftsoptimistische Partei.“

Eine der Referentinnen wird Luisa Neubauer, Fridays-for-Future-Frontfrau und Grünen-Mitglied sein. Man wolle sie nicht auf die SPD-Seite ziehen, so Klingbeil, aber man suche den Dialog. Die SPD müsse diskutieren, wie man Klimaschutz so organisieren könne, dass neue Arbeitsplätze entstehen. „Da wollen wir auch die Brücke zu Fridays for Future schlagen.“

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