Landkreis verschiebt Schüleraustausch wegen Coronavirus

Ein Reisender trägt einen Mundschutz, während er vor dem Pekinger Bahnhof entlanggeht. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa/Archiv
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03. Februar 2020 - 15:10 Uhr

Angesichts des Coronavirus hat der Landkreis Peine einen Schüleraustausch mit China verschoben. "Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben", sagte Koordinatorin Melitta Arz am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mitte März sollten Schüler von fünf Landkreis-Gymnasien zum Austausch mit einer Mittelschule in Nanchang aufbrechen. Nanchang ist die Hauptstadt der Provinz Jiangxi in Südostchina nahe der von der Lungenkrankheit stark betroffenen Region Wuhan.

Wie der Landkreis Peine mitteilte, wurde in der vergangenen Woche beim Internationalen Büro der Stadtverwaltung Nanchang nachgefragt, wie sich die Situation vor Ort darstellt und ob der Schulbesuch durchgeführt werden kann. Trotz staatlicher Bemühungen werde empfohlen, aus Sicherheitsgründen die China-Reise im März zu verschieben, lautete demnach die Rückmeldung. Der Schulaustausch zwischen fünf Gymnasien und einer Mittelschule findet nach Angaben einer Landkreis-Sprecherin seit 2010 alle zwei Jahre statt.

Der erste Teil der aktuellen Austauschrunde lief ihr zufolge im Spätsommer 2019. Etwa 20 chinesische Schülerinnen und Schülern im Alter von 16 bis 17 Jahren sowie fünf Lehrkräfte waren für 14 Tage in den Partnerfamilien untergebracht. Koordinatorin Arz hofft, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit erfolgreich sind. "Dann würden wir gerne möglichst über einen Alternativtermin in Abstimmung mit unseren chinesischen Gastgebern nachdenken", sagte sie.

Die Zahl der in China bestätigten Infektionen kletterte nach Angaben der Gesundheitskommission in Peking vom Montag um 2829 auf 17.205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

Quelle: DPA