Landkreis Goslar mit höchster Blitzdichte in Niedersachsen

Ein Blitz erhellt den Abendhimmel über einer Landschaft mit Windenergieanlagen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv/Symbolbild
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28. Juli 2020 - 7:00 Uhr

Wegen der Trockenheit im vergangenen Jahr ist die Zahl der Gewitter und damit die Zahl der Blitzeinschläge bundesweit deutlich zurückgegangen. Bremen und Hamburg waren mit nur 0,5 Blitzen pro Quadratkilometer die Länder mit den wenigsten Blitzeinschlägen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Siemens-Blitzatlas hervor. Im Vergleich der Bundesländer belegte Niedersachsen Platz zwölf.

Die niedersachsenweit höchste Blitzdichte verzeichnete der Landkreis Goslar mit 1,48 Blitzen pro Quadratkilometer. Besonders wenige Blitze gingen im Nordwesten nieder, etwa in der Stadt Wilhelmshaven (Dichte: 0,22), dem Landkreis Wittmund (0,28) und dem Landkreis Aurich (0,32). In der Region Hannover lag die Blitzdichte bei 0,72.

Bundesweite Blitz-Hauptstadt ist Speyer in Rheinland-Pfalz mit knapp 3,1 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer, gefolgt von Rostock und Lübeck. Bundesweit wurden 2019 rund 329.0000 Blitze registriert, das waren rund 26 Prozent weniger als im bereits blitzarmen Vorjahr.

Der Blitz-Informationsdienst von Siemens nutzt etwa 160 verbundene Messstationen in Europa, die im Abstand von 350 Kilometern aufgestellt sind. Mit der aktuellen Software könne bis auf 50 Meter genau ermittelt werden, wo ein Blitz eingeschlagen habe, hieß es. Die europaweit aktivsten Gewitterregionen waren demnach die Adria-Anrainerstaaten sowie die italienische Riviera.

Quelle: DPA