Landessynode: Claus Müller ist neuer Oberkirchenrat

Der Germersheimer Dekan Claus Müller. Foto: Privat/Evangelische Kirche der Pfalz/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

21. November 2020 - 18:30 Uhr

Der Germersheimer Dekan Claus Müller ist der neue Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche der Pfalz. Müller setzte sich bei der Synode am Samstag im dritten Wahlgang gegen Paul Metzger durch, wie die Evangelische Kirche der Pfalz mitteilte. Der 50-Jährige wird damit Nachfolger von Dorothee Wüst, die im Frühjahr 2021 ihr Amt als Kirchenpräsidentin antritt.

Neben der Wahl des neuen Oberkirchenrats stand auch der Haushalt auf der Tagesordnung. Die Synode hat den Doppeletat für die Jahre 2021 und 2022 im Gesamtvolumen von 196,6 Millionen Euro einstimmig verabschiedet. "Der Haushalt kann durch Rücklagen ausgeglichen werden", hieß es in einer Mitteilung. Die Corona-Krise bremse aber die Konjunktur und mindere die Kirchensteuereinnahmen.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Synode nur an einem Tag und unter Hygieneregelungen statt. Interessierte konnten die Veranstaltung im Internet verfolgen. Künftig sind nach einem einstimmigen Beschluss der Synodalen auch rein digitale Tagungen "oder eine hybride Präsenztagung unter Zuschaltung einzelner Synodaler" möglich, wie die Landeskirche mitteilte. Dafür wird die Kirchenverfassung geändert.

Oberkirchenrätin Wüst war von der Synode im September zur neuen Kirchenpräsidentin gewählt worden. Um ihre Nachfolge hatten sich in Kaiserslautern drei Kandidaten beworben. Oberkirchenräte werden in der pfälzischen Landeskirche auf die Dauer von sieben Jahren gewählt, Wiederwahlen sind möglich. Sie leiten die einzelnen Dezernate des Landeskirchenrates, der obersten Behörde der Landeskirche.

Quelle: DPA