Landesregierung: Gegen Kritik für Glücksspielstaatsvertrag

Stefan Heck (CDU). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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10. November 2020 - 17:31 Uhr

Hessens Landesregierung hat im Landtag für die Zustimmung zum neuen Glücksspielstaatsvertrag geworben. Der Vertrag werde dazu beitragen, den Spieler- und Jugendschutz zu stärken und die Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten einzudämmen, sagte Innen-Staatssekretär Stefan Heck (CDU) am Dienstag im Landtag in Wiesbaden.

In dem neuen Glücksspielstaatsvertrag ist unter anderem vorgesehen, dass Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos künftig in Deutschland erlaubt sind. Den bundesweit geltenden neuen Regelungen muss das hessische Parlament zustimmen, damit der Vertrag Mitte nächsten Jahres in Kraft treten kann.

Oppositionsfraktionen mahnten dagegen eine Stärkung der Glückspielaufsicht in dem Vertrag an. Die neue Glücksspielbehörde werde als Aufsicht voraussichtlich erst Anfang 2023 ihre Arbeit aufnehmen. Der Aspekt Spielerschutz und Suchtprävention komme gerade beim Spielen im Internet zudem zu kurz. Auch sollte es eine deutliche Begrenzung der Sportwetten geben. Zu befürchten sei auch, dass es künftig noch mehr illegales Glücksspiel geben werde.

Quelle: DPA