Landesamt warnt vor weiterer Ausbreitung der Geflügelpest

Ein Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Schutzzone". Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Ein Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Schutzzone". Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
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25. November 2021 - 12:10 Uhr

Halle (dpa/sa) - Angesichts der erneuten Ausbreitung der Geflügelpest in Deutschland muss auch in Sachsen-Anhalt das Geflügel geschützt werden. Bei einer verendeten Wildgans sei am 9. November in Wittenberg der erste Geflügelpestfall im Land seit Mitte Oktober festgestellt worden, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz in Halle am Donnerstag mit. Im Landkreis Wittenberg sei eine Allgemeinverfügung in Kraft getreten, nach der Tierhalter ihr Hausgeflügel in Ställen halten müssen. Zudem gelten weitere hygienische Schutzmaßnahmen.

Das Landesamt machte die Wichtigkeit der Maßnahmen deutlich und verwies auf die schwere Geflügelpest-Epidemie zwischen Oktober 2020 bis in den Sommer dieses Jahres. Deutschlandweit seien 1364 Fälle von Wildvogelgeflügelpest und 258 Ausbrüche der klassischen Geflügelpest bei Hausgeflügel und bei gehaltenen Vögeln festgestellt worden. In Sachsen-Anhalt seien in der vergangenen Epidemiewelle acht positive Wildvögel gefunden worden. Deutschlandweit seien rund 1,8 Millionen Tiere verendet oder hätten getötet werden müssen.

"Diese Epidemie kam erst im Sommer allmählich zur Ruhe, ist jedoch nie gänzlich erloschen", teilte das Landesamt für Verbraucherschutz weiter mit. "Es besteht gegenwärtig die Gefahr, dass sich das Geflügelpestvirus in der einheimischen Wildvogelpopulation dauerhaft etabliert und damit zu einer permanenten Bedrohung für Hausgeflügel wird."

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Quelle: DPA