Landes-Grüne: Nominierung von Baerbock Zeichen des Aufbruchs

Anne Kura, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen, spricht. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
Anne Kura, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen, spricht. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
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19. April 2021 - 14:41 Uhr

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsens Grüne haben die Nominierung von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin der Grünen als ein Zeichen des Aufbruchs begrüßt. "Annalena steht für eine Politik auf der Höhe der Zeit, für den nötigen Aufbruch, endlich entschlossen die Zukunft zu gestalten", sagte der Landesvorsitzende Hanso Janßen am Montag in Hannover. "Sie steht für eine dialogorientierte Politik mit klarem Ziel: Zukunftsinvestitionen und klimagerechter Wohlstand für alle, sichere Gesundheitsversorgung, gute Arbeit und faire Löhne, für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine moderne Infrastruktur." Außerdem verfüge Baerbock über Energie und Empathie.

"Diese Kandidatur gibt uns Rückenwind für den Bundestagswahlkampf und auch für die Kommunalwahlen in Niedersachsen am 12. September. Das Ziel, die Republik in eine gute Zukunft zu führen und den Stillstand zu überwinden, motiviert uns zusätzlich", sagte die Grünen-Landesvorsitzende Anne Kura. Die niedersächsischen Grünen werden ihre Bundestagsliste auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz am 29. und 30. Mai 2021 aufstellen.

Auch der Göttinger Ex-Grünen-Chef Jürgen Trittin begrüßte die Nominierung von Baerbock. Diese stehe für den grünen Anspruch, Deutschland in Europa "nach Jahren des großkoalitionären Stillstands zu verändern", sagte Trittin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Nur wenn wir unser Land grundlegend umbauen, es auf den 1,5-Grad-Pfad bringen, schaffen wir Sicherheit für unsere Kinder." Der Umbau gelinge nur mit einem starken Europa. "Mit dieser Orientierung ist Annalena der klare Gegenentwurf zu dem, was auch immer aus der Union kommen wird. Sie kann das", sagte Trittin.

Der Bundesvorstand der Grünen hatte Baerbock (40) am Montag für den Spitzenposten nominiert. Der Grünen-Parteitag muss die Spitzenkandidatur Anfang Juni noch bestätigen.

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Quelle: DPA

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