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Landarztquote: Kommunen fordern schnellere Maßnahmen

Schild weist auf Arztpraxis in ländlicher Gegend hin
Ein Hinweisschild auf die Arztpraxis eines Allgemeinmediziners auf dem Land steht am Ortseingang. Foto: Jens Büttner/Archiv © deutsche presse agentur

Mit dem drohenden Mediziner-Mangel auf dem Land wird in Niedersachsen der Ruf nach schnellen Konsequenzen und einer Landarztquote lauter. Die Kassenärztliche Vereinigung des Landes (KVN) hält die bisher eingeleiteten Maßnahmen - darunter die Aufstockung der Mediziner-Studienplätze für 60 weitere Studenten - für zu wenig. "Erhofft hatten wir uns 200 - die 60 sind uns zu wenig und definitiv nicht genug bei diesem Mosaikstein", sagte KVN-Sprecher Detlef Haffke der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) fordert mit Nachdruck eine Landarztquote, wie sie jetzt Nordrhein-Westfalen einführen will.

Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sperrt sich jedoch bisher dagegen. Er tritt für freiwillige Lösungen ein und will niemanden dazu zwingen, sich schon als junger Mensch frühzeitig festlegen zu müssen. Anders als bei der Quote sollen sich die Studierenden erst später freiwillig entscheiden, ob sie geschaffene Anreize für eine Praxis auf dem Lande annehmen wollen oder nicht. Das sieht der Koalitionspartner SPD völlig anders. "Mit seinem pauschalen "Nein" macht es sich der Minister viel zu einfach", kritisierte der niedersächsische SPD-Generalsekretär Alexander Saipa.


Quelle: DPA

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