Land will Schloss Marienburg als Kulturdenkmal erforschen

Das Schloss Marienburg steht auf der Südseite des Marienbergs. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
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07. Mai 2020 - 17:30 Uhr

Niedersachsen will das Kulturdenkmal Schloss Marienburg systematisch erforschen. Es gehe darum, die Anlage, ihre Geschichte und Ausstattung nach aktuellem Forschungsstand zu erfassen, sagte Kulturminister Björn Thümler am Donnerstag in Hannover. "Schloss Marienburg ist weit mehr als ein singuläres und national bedeutendes Baudenkmal des Historismus", betonte der CDU-Politiker. Die Kulturstiftung der Länder finanziert demnach gemeinsam mit Niedersachsen zunächst eine Machbarkeitsstudie. Ihr Ziel sei die Erarbeitung eines "Masterplans Marienburg 2030".

Für die Sanierung des maroden Baudenkmals südlich von Hannover geben Land und Bund jeweils 13,5 Millionen Euro. Das Schloss und ein Teil des Inventars war am 20. Januar dieses Jahres in die Stiftung Schloss Marienburg überführt worden. Das Landesmuseum Hannover, das auch Kooperationspartner des Projektes ist, erwarb einen wesentlichen Teil der Gemälde aus dem Schloss. Ursprünglich hatte Ernst August junior die ehemalige Sommerresidenz der Welfen für einen Euro an die öffentliche Hand verkaufen wollen. Doch nach dem Einspruch seines Vaters scheiterte der mit der Landesregierung ausgehandelte Deal.

Das Schloss, das zu Pattensen gehört, öffnet an diesem Freitag (8. Mai) nach der coronabedingten Schließung wieder seine Tore für Besucher. Die Gäste müssen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Quelle: DPA