Land unter in Deggendorf: Die doppelte Katastrophe

6. Juni 2013 - 22:52 Uhr

Flucht auf die Dächer

Nur noch die Dächer - mehr ist von den Häusern im Landkreis Deggendorf im Moment nicht zu sehen. Das Wasser kam so schnell, dass es viele nicht mal mehr aus dem Gebäude geschafft haben. Sie mussten auf ihre Dächer flüchten um dort später von Helikoptern gerettet zu werden.

Deggendorf, Hochwasser
Land unter in Deggendorf.
© dpa, Armin Weigel

Restaurantbesitzerin Rosemarie Wenzel erklärt, warum ausgerechnet in Deggendorf die Situation so dramatisch ist: "Wir haben hier jetzt eben die doppelte Katastrophe. Wir haben hier das Hochwasser der Donau und hinter dem Damm das Hochwasser der Isar. Das heißt, es ist doppelt zusammengekommen."

Und mit der Flut kam nicht nur das Wasser, auch Baumstämme, Unrat und Treibsand wurden angeschwemmt. Außerdem sieht man immer wieder Heizöl-Lachen. Und dort, wo eigentlich die Autobahn verläuft, stehen nur ein paar zurückgelassene Autos in den Wassermassen. Immerhin sollen die Pegel jetzt sinken – wenn die Dämme halten.