Land übernimmt in Krise Großteil des Lehrlingsentgeltes

Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU). Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild
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29. April 2020 - 20:10 Uhr

Um Auszubildende in Betrieben mit Kurzarbeit zu halten, übernimmt das Land ab Mai 80 Prozent des Lehrlingsentgelts. "Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb legen wir ein Programm für Unternehmen auf, um die Ausbildungsplätze zu sichern", erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Mittwoch. Ziel sei es, die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen und die Kurzarbeit von Lehrlingen zu vermeiden. "Eine angefangene Ausbildung muss auch zu Ende geführt werden." Der Zuschuss müsse nicht zurückgezahlt werden.

Für das Programm stünden aus dem MV-Schutzschirm 6,3 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge könnten Ausbildungsbetriebe jeder Größe aus allen Wirtschaftsbereichen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern stellen. Voraussetzung sei, dass mindestens die Hälfte der Beschäftigten in Kurzarbeit ist oder dieses Vorhaben bei der Arbeitsagentur angezeigt ist.

Nach den Worten von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) soll das Unterstützungsprogramm Auszubildenden in der Krise mehr Sicherheit für ihre berufliche Zukunft geben. "Die Unternehmen im Land können auf keinen Auszubildenden und keine Auszubildende verzichten. Deshalb ist diese Unterstützung für die künftige wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern wichtig", betonte sie.

Die Anträge stehen den Angaben zufolge vom 1. Mai an zum Download auf der Internetseite des Landesförderinstituts ( www.lfi-mv.de) bereit. Das Programm trete an dem Tag auch in Kraft. Die Wirtschaft und der DGB begrüßten die Maßnahme.

Quelle: DPA