Zum Internationalen Lakritztag

Lakritz: So gesund sind die Süßigkeiten aus Süßholz

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18. April 2019 - 14:22 Uhr

Süß und gesund - Süßigkeiten aus Süßholz

Lakritz spaltet die Süßigkeitengemeinde: Die einen lieben es, die anderen müssen bereits bei dem Gedanken ausspucken. Doch kaum einem anderen Lebensmittel wird eine derart vielfache Wirkung nachgesagt - vom Genussmittel über heilende Kräfte bis hin zur Erschlaffung der Libido. Zum heutigen Internationalen Lakritztag zeigen wir, was die schwarze Leckerei alles kann.

Süßholzwurzel hat eine heilende Wirkung

ILLUSTRATION - Lakritz in Form von afrikanischen, asiatischen und indianischen Masken und Gesichtern aus einer Tüte "Haribo Lakritz Parade" liegen am 21.01.2014 auf einem Tisch in Köln (Nordrhein-Westfalen).    Foto: Rolf Vennenbernd/dpa     (zu dpa
Lakritz ist eigentlich eine Pflanzenart.
© dpa, Rolf Vennenbernd

Lakritz wird nicht unter Tage gefördert, sondern ist eigentlich eine Pflanzenart - besser bekannt als Süßholz. Weil die Pflanze frostempfindlich ist und viel Sonne mag, wächst sie am Mittelmeer und in Westasien.

Dass die Süßholzwurzel heilende Wirkung hat, ist bereits seit über 4.000 Jahren bekannt. Bereits die Römer bekämpften damit ihre Erkältungskrankheiten. Die entzündungshemmenden Effekte können auch zur Therapie gegen Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen ausgenutzt werden. Außerdem belegen Studien eine Wirkung gegen Arteriosklerose und Arterienverkalkung.

Aber Experten warnen vor zu viel Lakritz-Konsum: Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, kann zu viel Lakritz die Enzyme hemmen, die für die Bildung des Sexualhormons Testosteron nötig sind. Männer können so Probleme mit der Potenz bekommen. Hier hilft Abstinenz: Vier Tage ohne Lakritz lösen die Lust-Bremse wieder.

Lakritz erhöht den Blutdruck

Das im Süßholz enthaltene Glycyrrhizin lässt außerdem den Blutdruck steigen. Fachleute empfehlen daher, nicht mehr als fünf Gramm reine Lakritze pro Tag zu essen, die zum Beispiel in sieben Lakritzschnecken (100 Gramm) enthalten sind. Menschen mit hohem Blutdruck und Herzproblemen sollten lieber ganz auf Lakritz verzichten, genau wie Schwangere und Diabetiker.

Trotz aller Widrigkeiten erfreut sich Lakritz einer großen Fangemeinde: Fachgeschäfte bieten über 500 verschiedene Sorten an. Besonders im Norden Europas mag man es besonders salzig - oder sogar flüssig: Der Lakritzlikör aus Finnland ist ein echter Geheimtipp.

Die schönsten Lakritz-Rezepte

Ob Sirup oder Schnecken: Die schönsten Lakritz-Rezepte finden Sie bei kochbar.de.

Lakritzschnecken

Lakritzsirup

Lakritz-Ricotta-Kuchen mit Limoncello-Erdbeeren

Lassen Sie es sich schmecken!

Video: Lakritz in der Schwangerschaft?

Schwangere Frauen sollten laut Forschungen nicht zu viel Lakritz essen. Warum das so ist und bis zu welcher Menge die schwarze Leckerei in der Schwangerschaft unbedenklich ist, zeigen wir im Video.