4. Juni 2015 - 14:03 Uhr

15 Tote - viele Verletzte

Fast vier Monate nach den Friedensverhandlungen im weißrussischen Minsk eskaliert die Lage in der Kriegsregion Ostukraine. Die prorussischen Aufständischen in Donezk berichteten von mindestens 15 Toten und 60 Verletzten bei Beschuss durch die ukrainische Armee. Zudem seien fast 600 Bergarbeiter in verschütteten Minen eingeschlossen, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin der Agentur Interfax zufolge. Die Militärführung in Kiew warf ihrerseits den Separatisten eine große Offensive vor, die Lage sei aber unter Kontrolle.

Trotz des Minsker Friedensplans hat die Ukraine bei den Gefechten im Kriegsgebiet Donbass schwere Waffen wieder an die Frontlinie gebracht. Das Militär habe Artillerie eingesetzt, "die sich bis dahin nach den Minsker Vereinbarungen im Hinterland befand", teilte der Generalstab in Kiew mit. Die Ukraine habe ihre internationalen Partner vorher informiert.

Die prorussischen Separatisten hätten beim Ort Marjinka mit rund 1000 Kämpfern angegriffen, hieß es. Bei den Friedensgesprächen im weißrussischen Minsk Mitte Februar hatten sich die Konfliktparteien geeinigt, schweres Kriegsgerät abzuziehen.