Länder streben einheitlichere Abiturprüfungen an

Mehrere Bundesländer streben eine bessere Vergleichbarkeit ihrer Abiturprüfungen an. Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hätten sich auf einen gemeinsamen Aufgaben-Pool in Deutsch und Mathematik geeinigt, der in dreieinhalb Jahren erstmals genutzt werden könnte, berichtete die 'Süddeutsche Zeitung'. Bei Nachfragen in den Ländern wurde allerdings klar, dass der Weg bis dahin als lang empfunden wird. Für Thüringen führen "Insellösungen" einzelner Länder sogar in die Sackgasse.

Die 'Süddeutsche Zeitung' zitierte den Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU): "Wir wollen die Vergleichbarkeit beim Abitur stärken." Damit ziehe man auch eine Konsequenz aus zehn Jahren Pisa und anderen Studien, die ein Leistungsgefälle zwischen den Bundesländern gezeigt hätten. Spaenle hofft, dass sich noch weitere Bundesländer beteiligen. Er will prüfen, ob gemeinsame Abitur-Standards auch in einem Staatsvertrag der Länder verankert werden können.