Immer mehr Filialen müssen schließen

Corona beschleunigt Ladensterben: Diese Geschäfte verschwinden aus unseren Innenstädten

05. Juni 2020 - 20:09 Uhr

Immer mehr Unternehmen betroffen

Kaum ist der Corona-Lockdown vorbei, kommen die schlechten Nachrichten: Runners Point schließt alle Filialen in Deutschland, Galeria Karstadt Kaufhof muss mindestens ein Drittel aller Filialen dicht machen. Die meisten der betroffenen Unternehmen hatten bereits vor Corona Probleme. Hier finden Sie eine Übersicht, welche bekannten Unternehmen bereits aus den Innenstädten verschwunden sind.

Diese Unternehmen müssen Filialen schließen:

Galeria Karstadt Kaufhof

Kaufhof - das war lange Zeit das Flaggschiff des deutschen Einzelhandels. In den letzten Jahren mussten die Beschäftigten viel erleiden, jetzt droht sogar das komplette Aus. 2015 hat der Handelsriese Metro seine Tochter Kaufhof an den kanadischen Handelskonzern Hudson's Bay verkauft. Die folgenden Jahre waren offenbar ein einziges Missverständnis, 2018 folgt die Fusion mit dem einstigen Konkurrenten Karstadt. Der damit einhergehende Stellenabbau bei Galeria Karstadt Kaufhof, wie sich das Unternehmen jetzt nennt, sollte eigentlich Anfang März 2020 abgeschlossen sein. Nur zwei Monate später sind plötzlich alle 30.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Bis Ende Juni soll feststehen, welche Filialen schließen sollen.

Tally Weijl 

Auch das Schweizer Unternehmen Tally Weijl muss sparen - und wohl viele Geschäfte schließen. Laut dem Branchendienst 'Textilwirtschaft' benötigt das Unternehmen Millionenkredite, um die Corona-Krise zu überstehen. Die Sparpläne sehen die Schließung von hunderten Filialen vor, ein Drittel der Mitarbeiter soll gehen.

C&A

Bereits einige Wochen vor dem Corona-Lockdown hat die Modekette C&A mitgeteilt, 13 ihrer rund 450 Filialen in Deutschland schließen. Betroffen sind Niederlassungen in mehreren Bundesländern. Hier finden Sie eine Übersicht, welche C&A-Filialen geschlossen werden sollen. Immerhin: Die betroffenen Mitarbeiter sollen auf andere Filialen verteilt werden.

Runners Point

Die Laufschuhkette Runners Point schließt alle Filialen. Der Handelskonzern Foot Locker, zu dem Runners Point gehört, wird die Marke komplett vom Markt nehmen. "Alle Filialen werden geschlossen", sagte ein Sprecher der US-Firma. Dies gelte auch für die Filialen in Österreich und der Schweiz. Knapp 900 Beschäftigte könnten von der Schließung betroffen sein.

Diese Unternehmen haben bereits zahlreiche Filialen geschlossen:

Butlers

Im Jahr 2017 musste die Einrichtungskette Butlers Insolvenz anmelden, 94 Filialen standen vor dem Aus. Ein Jahr später der Neustart mit 74 Geschäften, die nach dem Insolvenzverfahren gehalten werden konnten. Inzwischen sind es wieder 81 Filialen, in dem Deko-Fans einkaufen gehen können.

Habitat

Bis 2009 gehörte die Möbelkette zu Ikea, hier gab es die etwas wertigeren Möbel mit mehr Stil. Die Filialen konnte man meist in erstklassiger Innenstadtlage aufsuchen. Im Dezember 2018 meldete die deutsche Habitat-Vertretung Insolvenz an. Alle 6 Filialen in Deutschland wurden geschlossen. In Großbritannien und Frankreich können Habitat-Fans noch shoppen gehen.

Strauss Innovation

Die Handelskette Strauss Innovation mit rund 1100 Beschäftigten und 77 vorwiegend in Nordrhein-Westfalen gelegenen Filialen war 2015 in Schieflage geraten. Schließlich war nach 114 Jahren Schluss: Es konnte kein Investor gefunden werden.