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La Niña löst El Niño ab

Schlechte Prognosen für Stürme und Dürren

La Niña löst El Niño ab: Die kleine, aber kalte Schwester klopft an

Ausgetrockneter Boden
Ausgetrocknete Böden: Einige Teile der Welt werden in La Niña-Jahren noch trockener.
imago stock&people, imago/Ralph Peters, Ralph Peters

La Niña und El Niño: Big Player im weltweiten Wettergeschehen

Unsere Erde – genau wie die Lebewesen auf ihr - ist eine faszinierende Erscheinung. Und wahrscheinlich gibt es auch nichts Vergleichbares im Kosmos. Ganz besonders spannend ist der Blick auf den weltweiten Energiehaushalt. Die Pol-Regionen bekommen deutlich weniger Energie durch die Sonne als die Bereiche am Äquator. Um diesen Unterschied auszugleichen gibt es sowohl in der Atmosphäre als auch in den Ozeanen riesige Kreisläufe. Und die beeinflussen sich wechselseitig. Im Räderwerk der globalen Energieverteilung gibt es einen Big Player, der immer wieder Schlagzeilen macht: El Niño. Weniger bekannt ist seine kleine Schwester: La Niña. Doch ihre Auswirkungen können massiv sein.

11.03.2018, Australien, Ingham: Häuser in Ingham im Bundesstaat North Queensland stehen unter Wasser. Die Gegend ist in den lettzen Tagen von heftigen Regenfällen geflutet worden. Foto: Dan Peled/AAP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Land unter in Down Under: Vor allem in Nordost-Australien sorgt La Niña für teils schwere Überschwemmungen.
dp, dpa, Dan Peled

Starkregen, Überschwemmungen sowie extreme Trockenheit

Eins vorab: El Niño ist im Gegensatz zur kalten Schwester wesentlich besser erforscht. Doch auch bei La Niña gibt es eine Reihe von bereits bekannten Auswirkungen. Eine davon sind Starkregen-Ereignisse. Das betrifft beispielsweise Südostasien oder den Nordosten Australiens. So gab es im Jahr 2010 in Teilen Australiens Überflutungen, die eine Fläche bedeckten, die etwa der Bayerns entsprachen.

Gleichzeitig gab es im Südwesten Australiens eine, bis dahin historische Dürre. Auch in Südamerika verschärft sich in einigen Regionen die Trockenheit.

Ein Hurrikan von oben.
Auch Tropenstürme können infolge von La Nina-Ereignissen häufiger werden.
Geo Television

Mehr Hurrikane und Tropenstürme

La Niña-Jahre können auch über dem Atlantik massive Auswirkungen haben. Denn Hurrikane werden häufiger. Und auch die Tropenstürme über dem Pazifik werden in ihrer Stärke und Anzahl begünstigt: Taifune werden mehr.