Greding in Mittelfranken

Kutschunfall: Zwei Pferde ertrunken und Mann schwer verletzt

Ein Taucher hilft bei der Bergung eines ertrunkenen Pferdes mit einem Kran in Greding. Foto: Goppelt/vifogra/dpa
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11. Januar 2021 - 12:58 Uhr

Pferde gehen durch als Mann sie vor Kutsche spannen will

Von Pferden und Kutsche fehlte jede Spur als die Feuerwehr am Sonntag zu einem Kutschunfall gerufen wurde. Im sehr tiefen Fluss seien zwei Pferde und die Kutsche sofort untergegangen, beschrieb die Polizei das Ende eines dramatischen Unfalls im mittelfränkischen Greding. Bei dem Kutschunfall im Landkreis Roth ist ein Mann schwer verletzt worden, die beiden Pferde ertranken. Der 44-Jährige habe die beiden Haflinger Hengste vor die Kutsche gespannt, dann seien die Tiere plötzlich und unerwartet losgelaufen, so die Polizei.

„Bei dem Ehepaar handelt es sich um sehr erfahrene Pferdehalter und Kutschfahrer“

Seine 35 Jahre alte Ehefrau hatte ihn beim Einspannen der Pferde vor die Kutsche unterstützt, sie blieb unverletzt. Der Mann sei neben der Kutsche hergelaufen und habe versucht die Pferde zu beruhigen, dann sei er außerhalb des Sichtfeldes seiner Ehefrau zu Fall gekommen, berichtete die Polizei. Dabei sei der Mann entweder von der Kutsche überrollt oder von den Pferden überrannt worden. Er sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Polizei. Den Angaben zufolge erlitt er Verletzungen im Bereich des Brustkorbs.

"Bei dem Ehepaar handelt es sich um sehr erfahrene Pferdehalter und Kutschfahrer", so die Polizei am Montag. Die Hintergründe des Unfalls, warum die Pferde losliefen, sei noch unklar.

Pferde in nahegelegenem Fluss ertrunken

Die Pferde seien vom Gestütsgelände in Richtung eines nahe gelegenen Flusses gelaufen und hineingestürzt. Beide Pferde seien ertrunken. Taucher der Wasserwacht hätten versucht, die Kutsche und die Pferde zu lokalisieren. "Gegen 19:00 Uhr war die Bergung der beiden toten Haflinger sowie der Kutsche abgeschlossen", berichtete die Polizei.


Quelle: DPA/RTL.de