12. Februar 2018 - 18:43 Uhr

Pferde gingen durch - der Rosenmontagszug in Köln wurde zwischenzeitlich unterbrochen

Rosenmontagszug, Höhepunkt des Karnevals und des närrischen Frohsinns.In Köln kam es an diesem Rosenmontag jedoch völlig anders. Dramatische Szenen spielten sich ab, als der Zug den Appellhofplatz in Köln erreichte. Auf der Höhe des EL-DE-Hauses gingen plötzlich die Pferde einer Kutsche durch.

Mehrere Verletzte

Eine Person konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurde von der Kutsche überrollt. Sie wurde in die Kölner Uniklinik gebracht. Außerdem wurden der Kutscher und drei Insassen des Gefährts "leicht bis mittelschwer" verletzt. Die Pferde rannten in einen LKW, der als Tribüne diente. Laut Polizei wurde der Zug vorläufig unterbrochen. 

Nach einer Unterbrechung ging der Zug weiter. Das teilte die Polizei via Twitter mit. Angehörige der Feuerwehr kümmerten sich um die Verletzten, während die Pferde tierärztlich versorgt würden. Die Polizei prüft, ob ein Flaschenwurf die Tiere in Panik versetzt haben könnte. 

Bereits letztes Jahr kam es beim Zug in Köln zu einem Zwischenfall, der die Frage aufwarf, ob es noch zeitgmäß sei, dass Pferde bei Karnevalszügen mitlaufen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit längerem ein Tierverbot bei Karnevalszügen. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach sich jedoch gegen ein Verbot von Pferden aus. "Ein Zug ohne Pferde ist Mist", sagte er dem 'Kölner Stadt-Anzeiger'.