Schon 20 Sekunden reichen!

Studie beweist: Kuscheln hält gesund

Nicht nur Kinder - auch Erwachsene brauchen Streicheleinheiten um gesund zu bleiben.
Nicht nur Kinder - auch Erwachsene brauchen Streicheleinheiten um gesund zu bleiben.
© soschoenbistdu, Diana Drubig

17. August 2020 - 15:35 Uhr

Schmusen für Körper und Psyche

Kuscheln macht uns nicht nur glücklich, sondern hält uns auch gesund. Und dafür müssen wir uns nicht mal eine ganze Minute zärtlich in den Arm nehmen. Schon 20 Sekunden reichen, um die Gesundheit zu fördern, so das Touch Research Institut der Universität Miami.

Auch ein Kuss kann das Immunsystem eines Menschen positiv beeinflussen.

"Kuschel-Formel" für den optimalen Effekt

Wissenschaftler haben herausgefunden, wie intensiv eine Berührung sein muss, damit wir sie als wohltuend empfinden. Eine Art Kuschelfaktor, sagt Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau: "Wenn man mit einer Geschwindigkeit von drei Zentimeter pro Sekunde und einem sanften Druck über die Haut streicht, dann stimuliert man diese speziellen Nervenfasern, diese so genannten Kuschelfasern am stärksten. Die meisten Menschen machen das aber automatisch. Beim Streicheln werden Hormone ausgeschüttet, Angst und Schmerzen werden weniger stark empfunden." so Lisa Rosenberger von der Neuropsychopharmakologischen und Biopsychologischen Abteilung des Instituts für Psychologische Grundlagenforschung der Universität Wien. Schon nach einer zwanzigsekündigen Umarmung sinkt der Blutdruck deutlich messbar. Die Ärzte sagen auch, Berührung ist eine Art "Apotheke des Körpers."

Kuscheln hilft auch bei seelischen Belastungen

Auch bei schwereren seelischen Belastungen wie Depressionen können Berührungen in Form von Massagen helfen. Ebenso bei Patienten mit chronischen Schmerzen oder auch bei Frauen, z.B. bei schwierigen Schwangerschaften. Bei Magersucht arbeitet man teilweise sogar mit Taucheranzügen. Dadurch soll das Gehirn über den Druck auf die Haut lernen, den Körper wieder realistischer wahrzunehmen.