RTL begleitet Paketboten bei der Arbeit

Kurz vor Weihnachten: So stressig ist der Job unserer Paketboten

16. Dezember 2019 - 21:10 Uhr

Paketboten im Dauerstress

Es ist meist eine Sache von ein paar Sekunden. Klingeln, Tür auf, Paket überreichen, Tür wieder zu. Der Empfänger freut sich - und der Paketbote? Macht das vielleicht noch ein paar hundert Mal an diesem Tag, kurz vor Weihnachten. Zeit für ein Gespräch ist da kaum. Und für Lob erst recht nicht - dafür, dass er sich die Füße für uns wundläuft.

Viele Pakete falsch verpackt

Die Wochen vor Weihnachten sind die anstrengendsten für die Paketboten. Rund 330 Millionen Pakete werden zum großen Fest durch die Republik geschickt. Viele davon sind sehr viel größer als der Inhalt und deshalb auch schwer zu transportieren. Das geht nicht besser, sagt Amazon-Mitarbeiter Michael Schneider: "Wir nehmen ein Produkt, scannen das ein, der Computer sagt dann, was die passende Verpackung ist. Wir haben insgesamt 30 verschiedene Kartongrößen, die sind genau auf die Produkte abgestimmt."

Außerdem wollen Paketdienste den Kunden exaktere Zustellzeiten mitteilen, damit sie dann auch annehmen können. Im besten Fall die Perspektive des schleppenden Boten auch bedenken. "Viele jüngere Menschen, die im 5. Stock in einer WG wohnen, warten in Badelatschen, dass man mit einem 30-Kilo-Schrank nach oben kommt, statt zu sagen: Ich geh mal runter und frage, ob ich helfen kann", beschwert sich Paketbote Ralf Müller.

Übrigens: Was rechtzeitig zum Fest ankommen soll, muss bis spätestens kommenden Freitag (20.12.) abgeschickt sein.

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