Therapeut gibt Tipps: Was Schwangeren jetzt hilft

Kurz vor der Geburt getrennt - was macht das mit einer werdenden Mutter?

29. April 2021 - 15:46 Uhr

Schwangere Eva Benetatou: Freund Chris Broy will „räumliche Trennung“

Schwere Zeiten für Ex-Bachelor-Kandidatin Eva Benetatou (29), die aktuell in der 31. Schwangerschaftswoche ist. Unter Tränen berichtet sie ihren Followern in ihrer Instagram-Story von den Beziehungsproblemen mit ihrem Freund Chris Broy, dem Vater ihres Kindes. Chris wolle Abstand von ihr und wünsche sich auch eine räumliche Trennung, so Eva. "Jetzt muss und möchte ich tapfer bleiben und für unser Kind stark sein und weiter kämpfen", sagt sie. Im Video sehen Sie Evas emotionale Tränenbeichte.

Lese-Tipp: Chris Broy meldet sich nach Trennung von Eva Benetatou zu Wort

Wir haben mit dem Diplom-Psychologen und Paartherapeuten Dr. Dirk Baumeier darüber gesprochen, was eine Trennung kurz vor der Geburt mit einer angehenden Mama macht – und was Schwangeren in dieser Situation hilft.

Paartherapeut: Schwangere verdienen das Entgegenkommen ihres Partners

Liebeskummer ist schon unter "normalen" Umständen schwer genug. Umso heftiger ist es für schwangere Frauen, die ihre Energie eigentlich gerade benötigen, um sich auf die Ankunft ihres Kindes vorzubereiten. "Befindet sich eine Frau in besonderen Umständen, verdient sie das Entgegenkommen ihres Partners", sagt auch Diplom-Psychologe und Paartherapeut Dr. Dirk Baumeier im Gespräch mit RTL. Habe der Partner in dieser Zeit jedoch anderes im Sinn, werde er seiner Verantwortung nicht gerecht.

Auch für das ungeborene Kind könne das eine Belastung bedeuten, so der Familientherapeut. "Ein Kind wünscht sich im Herzen Innigkeit zu beiden Elternteilen. Deshalb ist deren frühe Trennung eine Herausforderung für alle Beteiligten."

Was werdenden Müttern jetzt hilft

Für eine Frau, die in der Schwangerschaft verlassen wird, kann es hilfreich sein, sich jetzt vor allem auf ihre zukünftige Rolle als Mutter zu konzentrieren. Was gibt es noch zu tun vor der Geburt? Vielleicht lenkt es ein wenig vom Trennungsschmerz ab, die letzten fehlenden Basics für Babys Erstausstattung zu besorgen oder das Babyzimmer einzurichten, um es sich zu Hause ganz gemütlich zu machen. Auch der mentale Fokus darauf, wie viel Liebe man dem kleinen Schatz schenken will und wie schön es wird, das Kind bald kennenzulernen und im Arm zu halten, kann die Gedanken in eine positive Richtung lenken. "Die ehemalige Liebe zum Partner kann zu einer innigen Liebe zum Kind werden", meint auch Dr. Baumeier.

Zudem sollte sich die werdende Mami in der Phase der Trauer nun ganz viel Ruhe gönnen und sich schonen – sowohl körperlich als auch emotional. Das sei auch im Hinblick auf die Strapazen der anstehenden Geburt wichtig, bestätigt Dirk Baumeier: "Im Interesse von Mutter und Kind müssen die emotionalen Belastungen knapp gehalten werden, damit sich beider Immunsysteme für den Kraftakt der Geburt vorbereiten können", so der Therapeut.

Lese-Tipp: Hilfe bei Liebeskummer: Wie lange müssen wir trauern?

Wenn der Schmerz zu schlimm wird: Hilfe suchen!

Wenn Sie keinen Sinn mehr im Leben sehen, sich zurückziehen oder ganz von anderen isolieren wollen, ist sofort professionelle Hilfe nötig. Warten Sie nicht weiter ab, wenden Sie sich an Therapeuten oder Beratungsstellen. Denken Sie daran: Sie sind nicht allein. Es gibt Menschen, die Ihren Schmerz verstehen und die Ihnen helfen können, damit es Ihnen bald besser geht. Eine Liste mit Notfallnummern und Beratungsstellen finden Sie hier.

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