22. Mai 2019 - 8:01 Uhr

An den sächsischen Volkshochschulen sind Kurse und Diskussionen über Europa auf eher wenig Interesse gestoßen. Angebote zur Aufklärung über die Europäische Union und das EU-Parlament vor der Europawahl am 26. Mai wurden nur partiell genutzt, wie Anfragen der Deutschen Presse-Agentur in den Großstädten ergaben.

In Chemnitz interessierte eine Veranstaltung mit dem Titel "Meine Stimme für Europa?!" Ende April gerade mal zwölf Teilnehmer. Trotzdem sei es ein Erfolg gewesen, weil die Teilnehmer rege diskutiert hätten, sagte ein Mitarbeiter der Volkshochschule. Ein Workshop zur Bürgerbeteiligung in der EU Anfang Mai fand dann nur drei Teilnehmer.

Größere Resonanz erreichte eine Podiumsdiskussion in Dresden mit den örtlichen Kandidaten für das EU-Parlament: Alle 140 Plätze seien besetzt gewesen, gab die Volkshochschule an. Eine ähnliche Veranstaltung mit den Leipziger Bewerbern scheiterte am Geld. Dabei sollte in einer Straßenbahn am Promenadenring diskutiert werden, wo im Wendeherbst 1989/90 die großen Demonstrationen stattfanden. Aber die beantragte Förderung blieb aus. "Die Bahn ist nicht gefahren", sagte die zuständige Bearbeiterin.

Quelle: DPA