Essen mit heilender Wirkung

Diese 10 Lebensmittel helfen bei Entzündungen

Kurkuma wird zur Behandlung und Prävention von Krankheiten eingesetzt.
Kurkuma wird zur Behandlung und Prävention von Krankheiten eingesetzt.
© iStockphoto, iStock, pinkomelet

13. Mai 2021 - 13:45 Uhr

So können Sie Schmerzen lindern!

Wussten Sie, dass Blaubeeren nicht nur gesund, sondern vor allem wirksam gegen Entzündungen sind? Ja – und das ist nur eins von vielen Lebensmitteln, das diese wunderbare antientzündliche Wirkung hat. Welche Lebensmittel Sie noch auf dem Zettel haben sollten, um sich gegen chronische Entzündungen im Körper zu wehren und für wen sich eine Ernährungsumstellung wirklich lohnt, erklären wir Ihnen.

Wieso sind entzündungshemmende Lebensmittel so wichtig?

Nicht nur äußere Faktoren wie Umweltgifte und Stress, sondern vor allem eine zucker- und fetthaltige Ernährung lässt unseren Körper gerne Entzündungen ausbrüten. Auf Dauer schwächen solche Entzündungen, die sich in Form von Haut-, Darm- oder Gelenkerkrankungen äußern können, unser Immunsystem. Doch mit der richtigen Ernährung können wir dem entgegenwirken, Schmerzen lindern – und sogar Krebs vorbeugen.

Welche Lebensmittel sind entzündungshemmend?

Doch was ist überhaupt die "richtige Ernährung"? "Die funktioniert am besten mit vielen frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, regelmäßiger Bewegung und Normalgewicht.", erklärt RTL-Ernährungsexpertin Nora Rieder. Weiter sagt sie, dass "vor allem Lebensmittel, die viel Vitamin C, Selen oder Zink enthalten, Entzündungen vorbeugen, indem sie das Immunsystem stärken." Besonders wichtig sind dabei auch sekundäre Pflanzenstoffe, die beispielsweise in Zwiebeln und grünem Blattgemüse enthalten sind, denn die haben eine ganz besondere Wirkung: "Sie können freie Radikale, die im Körper durch Stress, Stoffwechselprozesse, UV-Strahlung oder das Rauchen beispielsweise entstehen, abfangen und unschädlich machen."

Lese-Tipp: Diese Lebensmittel stärken das Immunsystem

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1. Ingwer

Ingwer kann regelrecht als Wunderknolle, die Aroma und Heilkraft verbindet, bezeichnet werden. Das weiß auch Diplom-Ökotrophologin Nora Rieder: "Verantwortlich für die entzündungshemmende Wirkung des Ingwers sind Gingerole und Shogaole, die ihm auch seine typische Schärfe verleihen. Aber auch die ätherischen Öle des Ingwers beugen Entzündungen vor oder können sie lindern." Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird die Knolle schon seit Jahrtausenden zur Vorbeugung von Entzündungen eingesetzt.

2. Zitrusfrüchte

Ob Zitronen, Orangen, Kiwi oder Grapefruit: Diese Früchte haben alle eins gemeinsam – viel Vitamin C. Und somit stärken sie selbst und ihr Saft das Immunsystem enorm. Kleiner Tipp: Wenn man die Zitrusfrüchte im Ganzen verzehrt, profitiert man am meisten von den Vitaminbomben.

3. Knoblauch und Zwiebeln

Diese zwei Knollen gehören in jede Küche und werden vor allem für das Verleihen von Würze so geschätzt. Doch wussten Sie auch, dass Knoblauch und Zwiebeln wahre Heilpflanzen sind? Beide haben aufgrund Ihrer Schwefelverbindungen eine antientzündliche und antibakterielle Wirkung und schützen so auch vor Infektionen.

4. Brokkoli

Für Kinder ist Brokkoli oft der größte Feind – für unser Immunsystem ist das grüne Gemüse der beste Freund. Brokkoli enthält nicht nur antientzündliches Vitamin C, sondern vor allem krebshemmende und entgiftende Stoffe. Und gute Nachrichten an alle Allergiker: das sogenannte Flavonoid sorgt dafür, dass Allergene im Körper blockiert werden. Also ran an das grüne Wunder!

5. Blaubeeren

Nicht ohne Grund werden Blaubeeren als "heimisches Superfood" bezeichnet. Schließlich bringen die kleinen blauen Beeren viele positive Eigenschaften mit sich. Zum einen schützen sie aufgrund ihrer Antioxidantien die Zellen und sind somit krebshemmend. Zum anderen schützen die in ihnen enthaltenen Gerbstoffe davor, dass Keime eindringen können. Aber Achtung: Auch wenn das blaue Obst sehr gesund und lecker ist, sollte man es nur in Maßen genießen. Denn wer zu viel davon isst, überfordert den Darm, so dass die Blaubeeren abführend wirken können.

6. Ananas

Sommer, Sonne, Strand und Ananas. Das leckere Obst ist reich an Bromelain, das als natürliches Antibiotikum gilt.

7. Kurkuma und schwarzer Pfeffer

"Kurkuma findet sich in den meisten Küchen als Gewürz Curry. Das enthaltene Curcumin – das übrigens auch in Zimt enthalten ist - hemmt Enzyme, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind. Es sorgt zudem für einen konstanten Blutzuckerspiegel und beugt somit Diabetes vor.", so Ernährungsexpertin Nora Rieder. Besonders effektiv ist die Wirkung des gelben Pulvers allerdings, wenn es in Verbindung mit schwarzem langen Pfeffer am Abend aufgenommen wird. So hilft das entzündungshemmende Gewürz die Reparaturmechanismen des Körpers zu beschleunigen.

8. Honig

Auf den ersten Blick passt das süße Gold nicht zum Rest der entzündungshemmenden Lebensmittel, dabei ist Honig ein richtiger Allrounder und wird von Forschern sogar als "natürliches Antibiotikum" bezeichnet. Bei Wunden, Halsschmerzen sowie Magen- und Darmproblemen hilft Honig. Der hohe Zuckeranteil entzieht nämlich Bakterien Wasser, weshalb diese austrocknen und lebensunfähig werden. Sogar bei Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte, Hämorrhoiden und Herpesbläschen hat sich das süße Lebensmittel bewährt.

9. Grünes Blattgemüse

Zur gesunden Ernährung gehört Spinat, Grünkohl oder Mangold einfach dazu. Das grüne Blattgemüse ist voll mit Antioxidantien und Flavonoiden, die den Zellaufbau und somit die Gesundheit positiv unterstützen. Zusätzlich enthalten sie eine Vielzahl an Vitaminen. Spinat versorgt Sie beispielsweise mit reichlich Vitamin K, welches Zellen vor dem Alterungsprozess schützt. Gemüse gegen Entzündungen und Falten – toll!

10. Lachs

Der rosane Fisch enthält vor allem einen Inhaltsstoff, der in vielerlei Hinsicht gesund ist: Omega-3-Fettsäuren. Ernährungsexperten sagen, dass sie "unsere Gehirnleistung pushen, aber auch chronischen Entzündungen vorbeugen." Doch nicht nur Lachs enthält Omega 3. "Auch fetter Fisch wie Makrele, Hering oder Thunfisch. Aber auch Walnüsse und Leinsamen, sowie Pflanzenöle wie Leinöl, Rapsöl, Walnussöl oder Olivenöl sind wertvolle Lieferanten für die ungesättigten Fettsäuren.", weiß Nora Rieder.

Welche Lebensmittel sind bei einer entzündungshemmenden Ernährung tabu?

Ernährungsexpertin Nora Rieder beantwortet uns diese Frage: "Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Entstehung von Entzündungen im Körper. Vor allem zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, aber auch Cerealien, Weizenprodukte (helles Brot oder Brötchen, Toastbrot, Nudeln) und ein übermäßiger Fleischkonsum fördern Entzündungen. Vor allem rotes Fleisch (Schweine- und Rindfleisch) enthält viel Arachidonsäure, die Entzündungen begünstigt."

Geheimtipp für gesunde Ernährung

Wer seine Ernährung nicht komplett umstellen möchte, der kann ein paar einfache Tipps befolgen, die auch schon Wunder wirken, wie uns Nora Rieder erklärt:

Tipp 1: "Einer der besten Snacks überhaupt, um die Konzentration zu pushen und gleichzeitig Entzündungen und Herzkreislauferkrankungen vorzubeugen: täglich eine Handvoll Walnüsse."

Tipp 2: "Ansonsten wirken auch täglich ein Esslöffel Leinöl im Joghurt oder eine Prise Zimt auf dem Müsli chronischen Entzündungen entgegen."

Tipp 3: "Greifen Sie so oft wie möglich zu Obst und Gemüse, frischem Fisch wie Lachs und verwenden Sie anstelle tierischer Fette wertvolle Pflanzenöle (Raps-, Oliven- und Walnussöl) zum Kochen."

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