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Kuriosum in Mainz: Videobeweis führt zu Elfmeter in der 'Pause'

16.04.2018, Rheinland-Pfalz, Mainz: Fußball, Bundesliga, 30. Spieltag: 1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg in der Opel Arena. Schiedsrichter Guido Winkmann (M) spricht nach der Entscheidung des Videoschiedsrichters mit den Freiburger Spielern. Foto: Arne D
Die Freiburger Spieler können es nicht fassen, dass sie aus der Kabine geholt wurden © dpa, Arne Dedert, ade axs

Elfmeter nach Halbzeitpfiff

Der Videobeweis hat der 1. Liga im Montagabendspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg 2:0 (1:0) ein Kuriosum beschert. 

Freiburger mussten aus der Kabine zurückkommen

Nach einem zunächst nicht geahndeten Handspiel von Freiburgs Marc-Oliver Kempf hatte Schiedsrichter Guido Winkmann schon zur Halbzeit gepfiffen. Die Freiburger Mannschaft war schon in der Kabine, da schaute sich Winkmann die Szene nach einem Gespräch mit Video-Assistentin Bibiana Steinhaus noch einmal an und entschied auf Handelfmeter. Der Referee bat die Freiburger zurück auf den Platz und Pablo de Blasis traf zum 1:0 (45.+7) für den FSV.

"Das müssen wir akzeptieren. Es wird immer kurioser", sagte SC-Sportvorstand Jochen Saier bei Eurosport. "Aber es ist schon regelkonform."

Der gleichen Meinung war der Mainzer Coach Sandro Schwarz: "Es war korrekt. Ich habe schon in der Kabine gesessen und es dann auf dem Fernseher gesehen. Der Zeitpunkt war natürlich unglücklich", sagte Schwarz bei Eurosport. 

Nach einem kapitalen Bock von SCF-Keeper Alexander Schwolow stellte De Blasis (79.) den Endstand her. Freiburg rutschte durch die Niederlage auf den Relegationsplatz 16 ab. 

Massive Proteste gegen Montagspiele in der 1. Liga

Doch damit nicht genug: Der ganze Abend in der Mainzer Coface-Arena war von Protesten gegen die Montagsspiele in der Bundesliga geprägt. Spielleiter Guido Winkmann pffif die Partie mit Verspätung an, weil sich Anhänger zum geplanten Anstoß noch im Innenraum befanden. Danach setzte es ein fortwährendes gellendes Pfeifkonzert der Zuschauer.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs warf die Mainzer Fankurve Toilettenpapier-Rollen en masse, so dass der Ordnungsdienst alle Mühe hatte, den Strafraum vor der Tribüne zu räumen.

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