2018 M09 21 - 18:45 Uhr

Nach verwandeltem Strafstoß in der Versenkung verschwunden

Kennen Sie Benjamin Kololli? Nein? Sollten Sie aber! Der Mittelfeldmann des FC Zürich ist auf dem besten Weg, zu einer Berühmtheit zu werden, denn was er beim Europa-League-Spiel seines Clubs in Larnaca vollführte, ist ziemlich ungewöhnlich: Er verschwand, komplett. Beim Torjubel. Die verrückte Szene sehen Sie in unserem Video.

Mitspieler holen Kololli wieder raus

Viel gibt es nicht zu sagen zum Spiel. Es ist kein ausgesprochener Fußball-Leckerbissen, das sind Fußballspiele auf der Insel – bei allem Respekt vor den Leistungen zypriotischer Vereine – eher selten. Das Züricher Gastspiel beim AEK Larnaca bildet keine Ausnahme. Bis zur 60. Minute ereignet sich kaum Berichtenswertes, ehe die große Stunde des Benjamin Kololli schlägt. Als der Schiedsrichter einen Elfmeter für die Schweizer pfeift, schnappt er sich beherzt den Ball und verwandelt den Strafstoß. Sicher.

Kololli jubelt, läuft zu den wenigen Gästefans, die den Weg nach Zypern auf sich genommen haben. Er hüpft über die Bande, dann trennt ihn nur noch eine niedrige Betonmauer von den Zuschauern. Denkt er. Ohne groß hinzugucken springt er drüber und schwupps – Benjamin Kololli ist weg! Damit ist er einer der wenigen Profis, die bereits während ihrer aktiven Karriere in der Versenkung verschwunden sind.

Auch Leverkusen muss nach Larnaca

Larnaca
Zürich-Spieler am Graben von Larnaca: Benjamin Kololli ist abgetaucht.

Kololli springt in einen Graben, den er nicht hatte sehen können. Seine Mitspieler eilen herbei, helfen dem unverletzten Kameraden und ziehen ihn raus. Alle haben ihren Spaß, denn dem kosovarischen Nationalspieler ist nichts passiert. Es wird viel gelacht, bei den Zuschauern, bei den Kickern und auch bei uns. Diese Szene dürfte zumindest in der Schweiz in keinem Jahresrückblick fehlen.

Der FC Zürich gewinnt das Spiel mit 1:0 und führt die Tabelle der Gruppe A nach einem Spieltag gemeinsam mit Bayer Leverkusen an. Leverkusens letztes Gruppenspiel ist am 13. Dezember in Larnaca – bis dahin sollte sich herumgesprochen haben, dass man dort zum Jubeln besser das Feld nicht verlässt.