Wie in einer Gauner-Komödie

Verdächtiger will durch Fenster fliehen - Seil zu kurz, Festnahme!

04. Februar 2021 - 18:55 Uhr

Kuriose Festnahme in Miastko

Was hier in der polnischen Stadt Miastko abläuft, ist wirklich eine filmreife Leistung. Als die Polizei einen mutmaßlichen Betrüger in dessen Wohnung festnehmen will, rennt dieser in Richtung Fenster und seilt sich ab. Das Problem: Die Schnur ist zu kurz. Pech für ihn, dafür aber leichter für die Einsatzkräfte. Denn so können sie den in der Luft hängenden Gauner ganz leicht festnehmen. Den seltsamen, aber auch witzigen Moment zeigen wir im Video.

Mann verbarrikadierte sich im dritten Stock

Diese Flucht hätte spektakulär werden können. Doch stattdessen wurde sie zu einer Lachnummer im Netz. Am Montag war eine Gruppe Polizisten zu einem Mehrfamilienhaus in Miastko gefahren, um einen 39-Jährigen festzunehmen, das berichtet das polnische Portal "GP24.pl". Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft sollte der Betrugsverdächtige vernommen werden.

Als der Mann die Einsatzkräfte vor seiner Wohnung sah, soll er sich verbarrikadiert haben. "Die Beamten beschlossen dann, die Tür gewaltsam aufzubrechen, um in die Wohnung zu gelangen", sagte ein Polizeisprecher. Doch davon ließ sich der mutmaßliche Betrüger nicht stoppen. Im Gegenteil: Videoaufnahmen zeigen, dass er auf die Fensterbank stieg und sich aus dem dritten Stock abseilte. Blöd: Die Schnur war nicht lang genug, sodass der Verdächtige nur bis zum ersten Stock kam. Dort saß er dann nicht, sondern hing in der Falle.

Verhör auf der Polizeistation

Polnischer Polizeisprecher
Der polnische Polizeisprecher bestätigte, dass sich der Verdächtige in U-Haft befindet.
© Enex

Von dort aus zogen die Beamten den Mann zurück ins Haus. Bevor das gelang, wehrte sich der 39-Jährige allerdings noch so stark, dass er Teile seiner Kleidung verlor. Schlussendlich konnte der widerspenstige Mann dann aber doch verhaftet und zur städtischen Polizeistation gebracht werden. "Der 39-Jährige wurde auf die Polizeiwache gebracht. Er wurde wegen Betrugs angezeigt und wird die nächsten zwei Monate in Haft bleiben", erklärte der Polizeisprecher später.